Geschrieben von

Summer Hickman

Veröffentlicht

Knuspriger Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian: Das perfekte einfache Rezept

Fertig in 2 Stunden
Portionen 8 Stücke
Schwierigkeitsgrad Mittel

Love this? Save it for later!

Share the inspiration with your friends

Ich hatte mir diesen Tart einfacher vorgestellt. Zwiebeln karamellisieren, Käse drauf, fertig – dachte ich. Es dauerte ungefähr dreißig Minuten, bis dieser Plan komplett auseinanderfiel. Der erste Versuch endete in einer matschigen, wässrigen Angelegenheit, die mehr an eine Zwiebelsuppe mit Teigdeckel erinnerte als an einen knusprigen Tart. Die zweite Runde? Der Boden war durchweicht, der Gruyère hatte sich in eine fettige Pfütze verwandelt. Und dann, beim dritten Mal, machte es Klick. Nicht etwa, weil ich plötzlich ein Genie war, sondern weil ich endlich aufgehört hatte, dem Rezept zu misstrauen. Ich ließ die Zwiebeln einfach länger in der Pfanne – so lange, bis sie wirklich aussahen wie kleine, goldbraune Zuckerstücke. Ich wechselte die Backform und ich hörte auf, den Käse zu sparen. Der knusprige Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian funktioniert nicht trotz seiner Einfachheit, sondern genau deswegen. Und irgendwie war das die beste Lektion, die mir eine Küche je erteilt hat.

Warum Sie diesen Tart lieben werden

Dieser Tart ist so eine Art Geheimtipp unter meinen Rezepten. Jeder, der ihn probiert, will das Rezept – und ist dann überrascht, wie wenige Zutaten drin stecken. Er schmeckt nämlich so, als hätte man stundenlang gearbeitet.

  • Knusprig und herzhaft: Der Mürbeteig wird butterig und brüchig, die Zwiebeln sind süß und weich, und der Gruyère sorgt für diesen unfassbar nussigen, salzigen Crunch. Die Kombination ist einfach süchtig machend.
  • Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze, keine speziellen Öle. Zwiebeln, Butter, Mehl, Eier, Milch und guter Käse – das war’s. Diese Zutaten haben Sie wahrscheinlich gerade jetzt im Haus.
  • Perfekt für jeden Anlass: Dieser Tart ist wandelbar. Er ist elegant genug für ein Abendessen mit Gästen, aber herzhaft genug für ein gemütliches Sonntagsfrühstück. Oder, seien wir ehrlich, für einen kalten Snack um Mitternacht direkt aus dem Kühlschrank.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe ihn zu einem Brunch mitgebracht, und er war in zehn Minuten weg. Sogar die Kinder, die normalerweise die Zwiebeln aussortieren, haben nachgegriffen. Das sagt doch alles.
  • Unverschämt lecker: Das Geheimnis liegt in der Langsamkeit. Die Zwiebeln werden nicht einfach angedünstet, sie werden richtig karamellisiert. Das dauert seine Zeit, aber dieser Geschmack – tief, süß, fast schon marmeladig – ist den Aufwand wert.

Was diesen Tart von anderen unterscheidet? Es ist diese eine Zutat, die man nicht erwartet: eine Prise Muskatnuss im Guss. Klingt komisch, ich weiß. Aber sie hebt den Käsegeschmack auf ein ganz neues Level, ohne dass man sie direkt herausschmeckt. Es ist einfach dieser „Wow, was ist da drin?”-Moment. Und genau dieser kleine, fast unscheinbare Trick macht aus einem guten Tart einen unvergesslichen.

Was Sie an Zutaten brauchen

Dieser Tart lebt von der Qualität seiner wenigen Zutaten. Es lohnt sich, hier nicht zu sparen – vor allem beim Käse. Die meisten Zutaten haben Sie aber sicher zu Hause.

Für den Mürbeteig:

  • 250 g Mehl (Type 405) – Das ergibt einen zarten, brüchigen Boden. Für eine herzhaftere Note können Sie auch 100 g durch Vollkornmehl ersetzen.
  • 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten – Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht schön mürbe. Ich nehme am liebsten deutsche Markenbutter.
  • 1 Ei (Größe M) – Bindet den Teig und macht ihn geschmeidig.
  • 1/2 TL Salz – Nur eine kleine Prise, um den Teig zu würzen.
  • 2-3 EL kaltes Wasser – Nur so viel, bis der Teig zusammenhält. Nicht kneten, nur zusammenfügen!

Für die Füllung:

Knuspriger Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian preparation steps

  • 800 g Zwiebeln (ca. 4-5 mittelgroße) – Ich nehme am liebsten Gemüsezwiebeln, weil sie mild und süß sind. Rote Zwiebeln gehen auch, werden aber optisch etwas dunkler.
  • 3 EL Butter – Zum Karamellisieren der Zwiebeln. Bitte kein Öl, die Butter gibt den Geschmack.
  • 1 EL Olivenöl – Verhindert, dass die Butter verbrennt.
  • 1 Prise Zucker – Hilft den Zwiebeln beim Karamellisieren. Klingt unnötig, ist aber der entscheidende Trick.
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Zweige frischer Thymian – Die Blätter werden abgestreift und fein gehackt. Trockener Thymian geht im Notfall auch, aber frischer ist hier einfach viel besser.

Für den Guss:

  • 2 Eier (Größe M)
  • 200 ml Sahne – Oder eine Mischung aus Sahne und Milch (100 ml + 100 ml), wenn es etwas leichter sein soll.
  • 150 g Gruyère, gerieben – Bitte kaufen Sie ein Stück und reiben es selbst! Der fertig geriebene Käse schmilzt nicht so schön und hat oft weniger Geschmack. Ich schwöre auf Gruyère aus der Schweiz, aber ein guter französischer Emmentaler tut es auch.
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss – Mein kleiner Geheimtipp. Unbedingt frisch reiben, das Pulver aus der Tüte ist zu schwach.
  • 1 Prise Salz und Pfeffer

Benötigte Küchengeräte

Sie brauchen keine ausgefallene Ausrüstung für diesen Tart. Ein paar Basics reichen völlig aus.

  • Tarteform (28 cm Durchmesser) mit herausnehmbarem Boden – Das ist mein absoluter Favorit. Der Tart lässt sich so viel leichter aus der Form lösen. Eine Springform tut es aber auch.
  • Große Pfanne – Je breiter, desto besser. Die Zwiebeln brauchen Platz, damit sie nicht dämpfen, sondern schön bräunen.
  • Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Eine leere Flasche tut es im Notfall auch.
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät – Für den Teig. Aber ehrlich, mit den Händen geht es genauso gut, es dauert nur etwas länger.
  • Schüssel und Schneebesen – Für den Guss.
  • Backpapier und Hülsenfrüchte (oder spezielle Backbohnen) – Zum Blindbacken des Bodens. Das ist der entscheidende Schritt für einen knusprigen Boden!

Ich habe lange mit billigen Tarteformen gekämpft, bis ich mir eine mit etwas dickeren Boden zugelegt habe. Der Unterschied ist enorm – der Boden wird gleichmäßiger braun und bleibt nicht kleben. Eine lohnende Investition für alle, die öfter Tarts backen.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Nehmen Sie sich Zeit für die Zwiebeln. Das ist der Teil, den man nicht beschleunigen kann. Aber glauben Sie mir, das Ergebnis ist es wert.

Schritt 1: Der Mürbeteig (15 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit)

Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die kalten Butterwürfel dazugeben und mit den Fingerspitzen oder der Küchenmaschine zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Es sollten noch kleine Butterstückchen sichtbar sein – das macht den Teig später mürbe. Das Ei und 2 EL kaltes Wasser dazugeben und schnell zu einem glatten Teig zusammenfügen. Nicht kneten! Sonst wird der Teig zäh. Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. (Oder, wenn es schnell gehen muss, 15 Minuten ins Gefrierfach.)

Schritt 2: Die Zwiebeln karamellisieren (40–50 Minuten)

Während der Teig kühlt, kümmern wir uns um die Zwiebeln. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe oder Halbringe schneiden. In einer großen Pfanne die Butter und das Olivenöl bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebeln und die Prise Zucker dazugeben und gut vermischen. Jetzt kommt der Geduldig-Teil: Die Zwiebeln bei mittlerer bis niedriger Hitze unter gelegentlichem Rühren 40–50 Minuten langsam karamellisieren lassen. Sie sollen weich werden und eine tief goldbraune Farbe annehmen – wie eingekochte Marmelade. Achtung: Sie dürfen nicht schwarz werden, sonst schmecken sie bitter. Wenn sie zu dunkel werden, einfach die Hitze reduzieren oder einen Schuss Wasser dazugeben. Am Ende den gehackten Thymian unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseitestellen.

Schritt 3: Den Boden blindbacken (20 Minuten + 15 Minuten Backzeit)

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen (ca. 3 mm dick) und die Tarteform damit auskleiden. Den Teigrand etwas überstehen lassen und dann mit einem Messer glatt schneiden. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen – das verhindert, dass er beim Backen Blasen wirft. Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten oder Backbohnen beschweren. Den Boden für 15 Minuten blindbacken. Dann das Backpapier mit den Bohnen entfernen und den Boden für weitere 5 Minuten backen, bis er leicht goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Schritt 4: Die Füllung zubereiten (10 Minuten)

In einer Schüssel die Eier mit der Sahne (oder Sahne-Milch-Mischung) verquirlen. Den geriebenen Gruyère, die Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer dazugeben und gut verrühren. Die karamellisierten Zwiebeln gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen.

Schritt 5: Den Tart backen (25–30 Minuten)

Den Käse-Sahne-Guss gleichmäßig über die Zwiebeln gießen. Der Tart kommt jetzt für 25–30 Minuten in den Ofen (weiterhin 180 °C Ober-/Unterhitze). Er ist fertig, wenn der Guss gestockt ist und die Oberfläche goldbraun und leicht gebläht ist. Er sollte in der Mitte noch ganz leicht wackeln – beim Abkühlen wird er fester. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, bevor Sie ihn vorsichtig aus der Form lösen.

Tipps und Tricks für den perfekten Tart

Ich habe bei diesem Rezept mehr Fehler gemacht, als ich zugeben möchte. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse, damit es Ihnen gleich beim ersten Mal gelingt.

  • Der Boden muss knusprig sein: Das Blindbacken ist kein optionaler Schritt. Wenn Sie es weglassen, wird der Boden matschig, weil die feuchte Zwiebelfüllung ihn durchweicht. Investieren Sie die 20 Minuten – es lohnt sich.
  • Zwiebeln brauchen Zeit: Unterschätzen Sie nicht, wie lange Zwiebeln brauchen, um wirklich zu karamellisieren. 15 Minuten sind nicht genug. Sie müssen geduldig sein und sie bei niedriger Hitze langsam arbeiten lassen. Hören Sie auf Ihr Gefühl: Wenn sie noch hell und fest sind, sind sie nicht fertig.
  • Der richtige Käse: Gruyère ist nicht billig, aber er ist der Star dieses Tarts. Er schmilzt wunderbar, hat einen nussigen, leicht süßlichen Geschmack und wird beim Backen herrlich goldbraun. Ein guter Emmentaler oder Comté sind gute Alternativen. Aber bitte keinen billigen Reibekäse aus der Tüte – der schmeckt meist nur nach Salz und Schmelzsalzen.
  • Multitasking ist alles: Während die Zwiebeln vor sich hin köcheln, können Sie den Teig zubereiten und kühlen. Und während der Boden blindbackt, bereiten Sie den Guss vor. So ist der Tart in unter zwei Stunden fertig, ohne dass Sie hektisch werden müssen.
  • Nicht zu früh anschneiden: Der Tart ist direkt aus dem Ofen noch sehr weich und der Guss ist flüssig. Lassen Sie ihn mindestens 10 Minuten ruhen. Am besten schmeckt er lauwarm – dann ist der Boden noch knusprig und der Käse schön geschmolzen.

Variationen und Anpassungen

Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber es lässt sich wunderbar abwandeln. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Mit Speck oder Schinken: 100 g gewürfelten Speck oder Schinken in der Pfanne knusprig auslassen und unter die karamellisierten Zwiebeln mischen. Das gibt eine rauchige Note, die perfekt zum Gruyère passt.
  • Vegetarisch mit Pilzen: 200 g gemischte Pilze (Champignons, Kräuterseitlinge) in Scheiben schneiden und in Butter anbraten, bis sie goldbraun sind. Dann unter die Zwiebeln mischen. Die Pilze bringen eine erdige Tiefe mit.
  • Mit anderen Kräutern: Thymian ist klassisch, aber Rosmarin oder Salbei passen auch wunderbar. Oder eine Mischung aus allen dreien. Einfach die Kräuter fein hacken und unter die Zwiebeln rühren.
  • Leichtere Version: Ersetzen Sie die Hälfte der Sahne durch Milch. Der Tart wird dann etwas weniger reichhaltig, aber immer noch sehr lecker. Sie können auch fettreduzierten Käse verwenden, aber das beeinflusst den Geschmack.
  • Glutenfrei: Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung für den Mürbeteig. Achten Sie darauf, dass die Mischung auch für Mürbeteig geeignet ist. Der Teig wird etwas bröseliger, funktioniert aber.

Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit Speck und etwas gehacktem Rosmarin. Die Kombination aus salzigem Speck, süßen Zwiebeln und nussigem Käse ist einfach himmlisch. Ich serviere ihn dann oft mit einem grünen Salat und einem Glas Rotwein. Perfekt für einen gemütlichen Abend.

Servieren und Aufbewahren

Dieser Tart ist ein echtes Multitalent, was die Serviermöglichkeiten angeht. Er schmeckt warm, lauwarm und sogar kalt – je nachdem, worauf Sie Lust haben.

  • Serviertemperatur: Am besten schmeckt er lauwarm, etwa 15–20 Minuten nach dem Backen. Dann ist der Boden noch knusprig und der Käse ist schön geschmolzen, aber nicht mehr flüssig. Er schmeckt aber auch bei Zimmertemperatur fantastisch.
  • Dazu passen: Ein einfacher grüner Salat mit einer Vinaigrette aus Zitrone und Olivenöl. Oder ein Tomatensalat mit Basilikum. Auch ein Glas trockener Weißwein (z.B. Sauvignon Blanc) oder ein leichter Rotwein (z.B. Pinot Noir) sind eine tolle Begleitung.
  • Aufbewahrung: Übrig gebliebenen Tart können Sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Wickeln Sie ihn einfach in Frischhaltefolie oder legen Sie ihn in eine luftdichte Dose. Er hält sich so 2–3 Tage.
  • Einfrieren: Der Tart lässt sich auch gut einfrieren. Wickeln Sie ihn dafür gut in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. Im Gefrierfach hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.
  • Wieder aufwärmen: Am besten schmeckt er aufgewärmt im Ofen. Legen Sie ihn für 10–15 Minuten bei 150 °C auf ein Backblech. So wird der Boden wieder knusprig. In der Mikrowelle wird er leider matschig – das würde ich nicht empfehlen.

Was ich an diesem Tart liebe: Die Aromen entwickeln sich mit der Zeit. Am nächsten Tag schmeckt er oft noch besser, weil die Zwiebeln und der Käse richtig durchgezogen sind. Ein perfektes Gericht zum Vorbereiten also.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Dieser Tart ist kein Diätgericht, aber er enthält überraschend viele gute Nährstoffe. Hier eine grobe Übersicht pro Stück (bei 8 Stücken):

Nährwerte pro Portion (ca.):

  • Kalorien: ca. 380 kcal
  • Fett: 26 g
  • davon gesättigte Fettsäuren: 16 g
  • Kohlenhydrate: 24 g
  • davon Zucker: 6 g
  • Ballaststoffe: 2 g
  • Eiweiß: 12 g
  • Salz: 0,8 g

Gesundheitliche Vorteile:

  • Zwiebeln: Sie sind reich an Antioxidantien und schwefelhaltigen Verbindungen, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen können. Außerdem enthalten sie Präbiotika, die gut für die Darmflora sind.
  • Gruyère: Dieser Käse ist eine gute Quelle für Kalzium und Protein. Kalzium ist wichtig für starke Knochen und Zähne. Allerdings enthält er auch viel Fett und Salz – also in Maßen genießen.
  • Thymian: Das Kraut ist bekannt für seine antibakteriellen Eigenschaften und enthält ätherische Öle, die die Verdauung fördern können.

Diätetische Hinweise: Dieses Rezept ist vegetarisch. Es enthält Gluten, Laktose und Milcheiweiß. Für eine vegane Variante müssten Sie den Teig mit veganer Butter und einem Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser) zubereiten und den Guss durch eine Mischung aus Seidentofu, Hefeflocken und pflanzlicher Sahne ersetzen. Das ist aber eine ganz andere Baustelle.

Ich persönlich sehe diesen Tart als das, was er ist: ein Stück Seelenfutter. Er ist reichhaltig, befriedigend und macht einfach glücklich. Und manchmal ist das genau das, was wir brauchen – ein bisschen Wohlgefühl auf dem Teller.

Fazit – Warum Sie diesen Tart unbedingt backen sollten

Dieser knusprige Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian ist mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Lektion in Geduld und darin, einfachen Zutaten zu vertrauen. Er beweist, dass man keine ausgefallenen Techniken oder teuren Zutaten braucht, um etwas wirklich Besonderes zu zaubern. Es reicht, wenn man den Zwiebeln die Zeit gibt, die sie brauchen, und auf guten Käse setzt. Das ist die ganze Magie.

Probieren Sie es aus. Lassen Sie sich von den Düften in Ihrer Küche verführen – nach karamellisierten Zwiebeln und geschmolzenem Käse. Und haben Sie keine Angst vor Fehlern. Mein erster Tart war eine Katastrophe, und trotzdem habe ich weitergemacht. Weil ich wusste, dass da ein großartiges Rezept darauf wartet, entdeckt zu werden. Und jetzt ist es Ihres.

Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir erzählen, wie Ihr Tart geworden ist! Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag. Haben Sie eine besondere Variante ausprobiert? Oder haben Sie den Tart zu einem bestimmten Anlass serviert? Ich bin gespannt auf Ihre Geschichten. Und wenn Ihnen das Rezept gefällt, teilen Sie es doch mit Ihren Freunden – gute Rezepte sind dazu da, geteilt zu werden!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Tart auch ohne Blindbacken zubereiten?

Technisch ja, aber ich rate davon ab. Der Boden wird mit ziemlicher Sicherheit matschig, weil die feuchte Zwiebelfüllung keine Chance hat, ihn knusprig zu backen. Das Blindbacken ist der Schlüssel zu einem perfekten, knusprigen Boden.

Kann ich statt Gruyère auch einen anderen Käse nehmen?

Ja, unbedingt! Ein guter Emmentaler, Comté oder auch ein würziger Gouda sind tolle Alternativen. Wichtig ist, dass der Käse gut schmilzt und einen kräftigen Geschmack hat. Vermeiden Sie fettarme Käsesorten, da sie nicht so schön schmelzen.

Der Tart ist nach dem Backen noch flüssig in der Mitte – ist das normal?

Ja, das ist völlig normal. Der Guss ist direkt aus dem Ofen noch sehr weich und wackelig. Lassen Sie den Tart mindestens 10–15 Minuten in der Form abkühlen. Während dieser Zeit stockt der Guss nach und wird fest. Wenn er nach 20 Minuten noch immer flüssig ist, war er vielleicht noch nicht lange genug im Ofen.

Kann ich den Tart auch glutenfrei zubereiten?

Ja, das funktioniert. Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung, die für Mürbeteig geeignet ist. Der Teig wird etwas bröseliger und lässt sich nicht ganz so gut ausrollen. Sie können ihn auch einfach mit den Fingern in die Form drücken. Das Ergebnis ist trotzdem lecker.

Wie lagere ich den Tart am besten?

Im Kühlschrank, gut abgedeckt mit Frischhaltefolie oder in einer luftdichten Dose. So hält er sich 2–3 Tage. Zum Aufwärmen legen Sie ihn für 10 Minuten bei 150 °C in den Ofen – so wird der Boden wieder knusprig. Die Mikrowelle ist keine gute Idee, da der Boden dann matschig wird.

Pin This Recipe!

Knuspriger Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian recipe

Print

Knuspriger Zwiebel-Gruyère Tart mit Thymian

Ein herzhafter Tart mit karamellisierten Zwiebeln, nussigem Gruyère und frischem Thymian auf buttrigem Mürbeteig – perfekt für Brunch, Abendessen oder als Snack.

  • Author: Maria
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 1 Stunde 15 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 45 Minuten
  • Yield: 8 Portionen 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Französisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1/2 TL Salz
  • 2–3 EL kaltes Wasser
  • 800 g Zwiebeln (ca. 4–5 mittelgroße)
  • 3 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Zweige frischer Thymian
  • 2 Eier (Größe M)
  • 200 ml Sahne
  • 150 g Gruyère, gerieben
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss

Instructions

  1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die kalten Butterwürfel dazugeben und mit den Fingerspitzen oder der Küchenmaschine zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Das Ei und 2 EL kaltes Wasser dazugeben und schnell zu einem glatten Teig zusammenfügen. Nicht kneten! Den Teig flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe oder Halbringe schneiden. In einer großen Pfanne die Butter und das Olivenöl bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebeln und die Prise Zucker dazugeben und gut vermischen. Bei mittlerer bis niedriger Hitze unter gelegentlichem Rühren 40–50 Minuten langsam karamellisieren lassen, bis sie weich und tief goldbraun sind. Am Ende den gehackten Thymian unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseitestellen.
  3. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen (ca. 3 mm dick) und die Tarteform (28 cm) damit auskleiden. Den Teigrand glatt schneiden. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten oder Backbohnen beschweren. Den Boden für 15 Minuten blindbacken. Dann das Backpapier mit den Bohnen entfernen und den Boden für weitere 5 Minuten backen, bis er leicht…
  4. In einer Schüssel die Eier mit der Sahne verquirlen. Den geriebenen Gruyère, die Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer dazugeben und gut verrühren. Die karamellisierten Zwiebeln gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen.
  5. Den Käse-Sahne-Guss gleichmäßig über die Zwiebeln gießen. Den Tart für 25–30 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen, bis der Guss gestockt und die Oberfläche goldbraun und leicht gebläht ist. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, bevor Sie ihn vorsichtig aus der Form lösen.

Notes

Das Blindbacken ist entscheidend für einen knusprigen Boden. Zwiebeln brauchen Zeit zum Karamellisieren – nicht hetzen. Gruyère am besten selbst reiben. Den Tart vor dem Anschneiden mindestens 10 Minuten ruhen lassen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück (von 8)
  • Calories: 380
  • Sugar: 6
  • Sodium: 8
  • Fat: 26
  • Saturated Fat: 16
  • Carbohydrates: 24
  • Fiber: 2
  • Protein: 12

Keywords: Zwiebel-Gruyère Tart, Thymian, herzhafter Tart, Mürbeteig, karamellisierte Zwiebeln, Gruyère, Brunch, Abendessen

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

Diese Rezepte könntest du auch lieben

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆