Geschrieben von

Dylan Armstrong

Veröffentlicht

Herzhafter schwäbischer Zwiebelkuchen mit Speck – einfaches Rezept

Fertig in 90 Minuten
Portionen 12 Stücke
Schwierigkeitsgrad Medium

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Dieser Duft – dieser schwere, süßlich-herbe Duft von schwitzenden Zwiebeln, der sich mit dem rauchigen Aroma von durchwachsenem Speck vermischt. Er kriecht aus der Küche, legt sich wie eine warme Decke über die Wohnung und weckt eine Sehnsucht, die tief im Bauch sitzt. Für mich ist das der Geruch von Spätsommerabenden, von gemütlichen Runden bei einer Federweißen, von dem Moment, wenn die Tage kürzer werden und man sich wieder nach etwas Herzhaftem, Bodenständigem sehnt.

Ich habe diesen herzhaften schwäbischen Zwiebelkuchen mit Speck zum ersten Mal bei einer Freundin in Stuttgart gegessen. Sie hatte ihn von ihrer Oma gelernt, und ich war von der ersten Gabel an verliebt. Es war nicht nur der Geschmack – es war dieses Gefühl von Tradition, von etwas, das schon seit Generationen so gemacht wird. Der Mürbeteig war butterweich, der Belag cremig und würzig, und der Speck gab genau den richtigen, kräftigen Akzent. Seitdem habe ich das Rezept immer wieder verfeinert, bis ich meine Version gefunden habe – die, die ich heute mit dir teilen möchte.

Dieser Kuchen ist mehr als nur ein Gericht. Er ist eine Einladung, innezuhalten und den Moment zu genießen. Ein Stück schwäbische Gemütlichkeit, das auf der Zunge zergeht. Versprochen.

Warum du diesen Zwiebelkuchen lieben wirst

  • Schnell & einfach: Der Teig ist im Handumdrehen zusammengerührt, der Belag ist simpel und der Kuchen backt von allein. Perfekt für einen gemütlichen Abend unter der Woche oder wenn spontan Besuch kommt.
  • Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten. Zwiebeln, Speck, Eier, Sahne – das hast du garantiert zu Hause. Ein echter Pantry-Staple-Held!
  • Perfekt für die Herbstzeit: Wenn die ersten kühlen Winde wehen und die Federweißen-Saison beginnt, ist dieser Kuchen der unangefochtene Star auf jedem Tisch. Dazu ein kühles Glas – besser geht’s nicht.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ob bei der Weinprobe, auf dem Geburtstagsbuffet oder beim gemütlichen Fernsehabend – dieser Kuchen wird von Jung und Alt geliebt. Jeder will das Rezept haben!
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus buttrigem Mürbeteig, süßlich-karamellisierten Zwiebeln und herzhaftem Speck ist einfach unschlagbar. Das ist pures Soulfood, das glücklich macht.

Was diesen schwäbischen Zwiebelkuchen von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance. Die Zwiebeln werden nicht nur angedünstet, sondern richtig schön glasig gezogen, fast ein bisschen karamellisiert, was ihnen eine natürliche Süße verleiht. Der Speck wird knusprig ausgebraten, aber nicht zu trocken. Und der Guss aus Eiern und Sahne ist so cremig, dass er den Kuchen wunderbar saftig macht, ohne zu schwer zu sein. Ich habe unzählige Versionen probiert – mit Quark, mit Crème fraîche, mit Kümmel – aber diese Kombination ist einfach die Beste. Sie schmeckt nach Heimat, nach Kindheit, nach einem Ort, an dem man sein darf wie man ist.

Was du an Zutaten brauchst

Für diesen herzhaften schwäbischen Zwiebelkuchen mit Speck verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Jede Komponente spielt ihre Rolle perfekt und zusammen ergeben sie ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Die meisten Zutaten hast du sicherlich schon zu Hause – außer vielleicht den Speck, aber den besorgst du dir am besten frisch beim Metzger.

Für den Mürbeteig

  • 250 g Mehl (Type 405) – Das ist die Basis für den butterzarten Teig. Für eine rustikalere Note kannst du auch die Hälfte durch Dinkelmehl ersetzen.
  • 125 g kalte Butter – Sie muss wirklich kalt sein, das macht den Teig später schön mürbe. Ich nehme am liebsten die von Weihenstephan für den besten Geschmack.
  • 1 Ei (Größe M) – Bindet den Teig und gibt ihm Struktur. Das Ei sollte Zimmertemperatur haben, damit der Teig geschmeidig wird.
  • 1 Prise Salz – Hebt den Buttergeschmack hervor und sorgt für die nötige Würze im Teig.
  • 2-3 EL kaltes Wasser – Nur wenn nötig, um den Teig zusammenzubringen. Die Menge variiert je nach Mehl und Eiergröße.

Für den Belag

schwäbischer Zwiebelkuchen mit Speck preparation steps

  • 1 kg Zwiebeln (ca. 4-5 große) – Die Hauptdarsteller! Verwende am besten Gemüsezwiebeln oder große Speisezwiebeln. Sie werden beim Kochen wunderbar süß und mild. Schäle sie und schneide sie in feine Ringe oder halbe Ringe.
  • 200 g durchwachsener Speck (geräuchert) – Am Stück, in feine Würfel geschnitten. Der Rauchgeschmack ist das Herzstück dieses Kuchens. Greife zu einem guten Frühstücksspeck oder Bauchspeck vom Metzger – der Unterschied ist enorm.
  • 3 Eier (Größe M) – Für den cremigen Guss. Sie sollten Zimmertemperatur haben.
  • 200 g Sahne (Schlagsahne) – Macht den Guss schön reichhaltig und cremig. Du kannst auch 100 g Sahne durch 100 g Milch ersetzen, wenn es etwas leichter sein soll.
  • 200 g Schmand oder Crème fraîche – Gibt dem Belag eine angenehme Säure und eine besonders samtige Konsistenz. Schmand ist etwas fester, Crème fraîche etwas säuerlicher – beides funktioniert hervorragend.
  • 1 TL Kümmel (ganze Körner) – Das typische Gewürz für schwäbischen Zwiebelkuchen. Es verleiht eine leicht würzige, fast anisartige Note. Wer keinen Kümmel mag, kann ihn auch weglassen oder durch Majoran ersetzen.
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer – Zum Abschmecken. Sei sparsam mit dem Salz, da der Speck schon ordentlich Salz mitbringt.
  • 1 EL Butter – Zum Andünsten der Zwiebeln. Die Butter gibt ein wunderbares Aroma.

Substitutionstipps

  • Vegetarische Variante: Lasse den Speck einfach weg und brate die Zwiebeln in etwas mehr Butter oder Öl an. Für einen rauchigen Geschmack ohne Fleisch kannst du geräuchertes Paprikapulver (edelsüß) über die Zwiebeln streuen.
  • Glutenfrei: Ersetze das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig. Achte darauf, dass der Teig eventuell etwas mehr Wasser benötigt.
  • Laktosefrei: Verwende laktosefreie Butter, Schlagsahne und Schmand. Das funktioniert einwandfrei, der Geschmack leidet nicht.

Benötigte Küchenausrüstung

  • Springform (28 cm Durchmesser) – Ideal für diesen Kuchen. Eine runde Form sorgt für gleichmäßiges Backen. Du kannst auch eine rechteckige Auflaufform (ca. 30×20 cm) verwenden – dann backt der Kuchen etwas kürzer.
  • Große Pfanne oder Topf – Zum Andünsten der Zwiebeln. Eine beschichtete Pfanne ist ideal, damit nichts anbrennt.
  • Schneidebrett und scharfes Messer – Zum Schneiden der Zwiebeln und des Specks. Ein scharfes Messer verhindert, dass die Zwiebeln zu sehr quetschen und weinen musst.
  • Rührschüssel – Für den Teig und später für den Guss.
  • Handrührgerät mit Knethaken – Oder du knetest den Teig mit der Hand. Beides geht gut, mit der Hand wird der Teig aber oft geschmeidiger.
  • Küchenwaage und Messbecher – Für genaue Mengenangaben. Backen ist eine Wissenschaft, auch wenn es herzhaft ist.
  • Backpapier – Zum Auslegen der Form. Spart das Einfetten und der Kuchen lässt sich leichter lösen.
  • Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Falls du keins hast, kannst du den Teig auch mit den Fingern in der Form verteilen.

Ich persönlich schwöre auf meine alte, gusseiserne Pfanne für die Zwiebeln – sie verteilt die Hitze so gleichmäßig, dass die Zwiebeln perfekt werden. Und für den Teig nehme ich immer meine Küchenmaschine, weil sie mir die Arbeit so schön abnimmt. Aber keine Sorge, mit einfachem Handwerkzeug klappt es genauso gut!

So bereitest du den schwäbischen Zwiebelkuchen zu

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Folge diesen Schritten und du wirst mit einem perfekten, herzhaften Kuchen belohnt. Lass dich nicht hetzen – das ist ein Gericht, das von Ruhe und Geduld lebt. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, und genieße den Duft, der sich in deiner Küche ausbreitet.

Schritt 1: Der Mürbeteig

  1. Verrühre das Mehl mit der Prise Salz in einer großen Schüssel. Gib die kalte Butter in kleinen Stückchen dazu. Ich schneide die Butter immer direkt über der Schüssel in Würfel – das spart Zeit und die Butter bleibt kalt.
  2. Verknete alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder deinen Händen zu einer krümeligen Masse. Es ist okay, wenn noch kleine Butterstückchen zu sehen sind – die machen den Teig später umso mürber.
  3. Füge das Ei und 2 EL kaltes Wasser hinzu. Knete alles schnell zu einem glatten Teig. Wenn der Teig noch zu bröselig ist, gib noch einen Esslöffel Wasser dazu. Aber Vorsicht: Der Teig sollte nicht kleben.
  4. Forme den Teig zu einer Kugel, wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist wichtig – sie entspannt den Teig und verhindert, dass er beim Backen zusammenfällt. In der Zwischenzeit kannst du die Zwiebeln vorbereiten.

Schritt 2: Die Zwiebel-Speck-Mischung

  1. Schäle die Zwiebeln und halbiere sie. Schneide sie dann in feine Ringe oder halbe Ringe. Nicht zu dick, aber auch nicht hauchdünn – etwa 3-4 mm sind perfekt. Tipp: Lege die Zwiebeln vor dem Schneiden für 10 Minuten ins Gefrierfach. Das reduziert die Tränenbildung enorm!
  2. Erhitze die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gib die Zwiebelringe hinein und dünste sie unter gelegentlichem Rühren für etwa 15-20 Minuten. Sie sollen schön weich und glasig werden, aber keine Farbe nehmen. Ein bisschen Goldgelb ist okay, aber sie sollten nicht braun werden – sonst werden sie bitter. (Ehrlich, das habe ich am Anfang oft falsch gemacht und mich geärgert.)
  3. Während die Zwiebeln schmoren, schneidest du den Speck in feine Würfel. Je kleiner, desto besser verteilt sich der Geschmack.
  4. Gib die Speckwürfel zu den Zwiebeln und brate alles für weitere 5 Minuten an, bis der Speck knusprig ist. Der Duft jetzt ist einfach himmlisch!
  5. Nimm die Pfanne vom Herd und lasse die Mischung etwas abkühlen. Sonst gerinnen dir später die Eier im Guss.

Schritt 3: Den Guss vorbereiten

  1. Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vor. Lege den Boden deiner Springform mit Backpapier aus. Fette den Rand leicht ein.
  2. In einer mittelgroßen Schüssel verquirlst du die Eier mit der Sahne und dem Schmand, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Es muss nicht schaumig sein, nur gut vermischt.
  3. Würze den Guss mit Kümmel, einer guten Prise Pfeffer und ganz wenig Salz. Denk dran – der Speck ist schon salzig! Ich gebe meistens nur eine kleine Prise Meersalz dazu.
  4. Rühre nun die abgekühlte Zwiebel-Speck-Mischung unter den Guss. Verteile alles gleichmäßig.

Schritt 4: Den Kuchen zusammensetzen und backen

  1. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank. Rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig aus, etwa 3-4 mm dick. Er sollte etwas größer sein als der Durchmesser deiner Form (ca. 30 cm). Tipp: Lege den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier – dann klebt er nicht und du kannst ihn leichter in die Form heben.
  2. Lege den Teig in die vorbereitete Springform. Drücke ihn vorsichtig an den Boden und ziehe einen etwa 3 cm hohen Rand hoch. Drücke den Rand gut an, damit der Guss nicht ausläuft. Wenn der Teig reißt, einfach mit den Fingern zusammendrücken – das sieht später niemand.
  3. Gieße die Zwiebel-Speck-Mischung auf den Teigboden und verteile sie gleichmäßig. Der Guss sollte den Rand nicht ganz erreichen, da er beim Backen noch etwas aufgeht.
  4. Backe den Kuchen auf der mittleren Schiene für etwa 40-50 Minuten. Der Belag soll goldgelb sein und leicht gestockt – er sollte in der Mitte noch ganz leicht wackeln, wenn du die Form schüttelst. Nach dem Abkühlen wird er fester.
  5. Nimm den Kuchen aus dem Ofen und lasse ihn in der Form auf einem Kuchengitter für mindestens 15 Minuten abkühlen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und lauwarm servieren. Am besten schmeckt er aber komplett ausgekühlt – dann können sich die Aromen richtig entfalten!

Tipps und Tricks für den perfekten Zwiebelkuchen

Ich habe bei diesem Rezept so einige Male danebengegriffen – und daraus gelernt. Hier kommen meine besten Tipps, damit dir der Kuchen auf Anhieb gelingt.

  • Die Zwiebeln richtig dünsten: Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Nimm dir Zeit! Die Zwiebeln müssen richtig weich werden, fast schon marmeladig. Wenn du sie zu kurz dünstest, bleiben sie roh und beißen sich im Kuchen. Ich stelle mir immer einen Timer auf 15 Minuten und rühre alle paar Minuten um. Das Ergebnis ist die Mühe wert.
  • Keine Angst vor Kümmel: Kümmel ist das typische Gewürz für schwäbischen Zwiebelkuchen. Wenn du ihn nicht magst, lass ihn weg oder ersetze ihn durch eine Prise Majoran oder Thymian. Aber probier ihn ruhig mal – er harmoniert wunderbar mit den Zwiebeln und dem Speck und macht den Kuchen erst richtig authentisch.
  • Der Teig darf nicht zu warm werden: Kalte Butter ist das Geheimnis eines mürben Teigs. Wenn der Teig beim Ausrollen zu weich wird, lege ihn kurz zurück in den Kühlschrank. Das macht ihn wieder geschmeidig und verhindert, dass er reißt.
  • Nicht zu früh aus der Form lösen: Der Kuchen ist direkt aus dem Ofen noch sehr weich und zerfällt leicht. Lass ihn in der Form auskühlen, dann wird er fester und lässt sich besser schneiden. Ich warte immer mindestens 20 Minuten.
  • Multitasking ist alles: Während der Teig im Kühlschrank ruht, kannst du die Zwiebeln schneiden und dünsten. Während die Zwiebeln schmoren, bereitest du den Guss vor. So bist du in unter einer Stunde fertig und der Kuchen kann in den Ofen.

Variationen und Anpassungen

Dieses Rezept ist ein wunderbarer Grundstein, den du nach Lust und Laune abwandeln kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die fantastisch schmecken.

  • Vegetarisch mit Räuchertofu: Ersetze den Speck durch gewürfelten Räuchertofu. Brate ihn in etwas Öl knusprig an, bevor du ihn zu den Zwiebeln gibst. Das gibt eine ähnlich herzhafte Note und ist eine tolle Option für fleischlose Tage.
  • Mit Lauch und Käse: Ersetze die Hälfte der Zwiebeln durch in Ringe geschnittenen Lauch. Dünste beides zusammen an. Kurz vor dem Backen streust du 100 g geriebenen Emmentaler oder Bergkäse über den Belag. Das gibt eine extra Portion Würze und eine schöne, goldbraune Kruste.
  • Schärfere Version: Wer es gerne pikant mag, gibt eine fein gehackte rote Chili oder eine Prise Cayennepfeffer zu den Zwiebeln. Das passt überraschend gut und gibt dem Kuchen einen modernen Twist.
  • Mit Kräutern: Frischer Thymian oder Rosmarin, fein gehackt, verleihen dem Kuchen eine mediterrane Note. Streue sie über den Belag, bevor er in den Ofen kommt. Ich habe das letztens mit Thymian aus dem Garten gemacht – ein Gedicht!

Servier- und Aufbewahrungstipps

Der schwäbische Zwiebelkuchen ist ein Gericht, das zu vielen Gelegenheiten passt. Hier erfährst du, wie du ihn am besten servierst und aufbewahrst.

  • Servieren: Am besten schmeckt der Kuchen lauwarm oder bei Zimmertemperatur. Dazu passt ein frischer grüner Salat mit einer leichten Vinaigrette – die Säure des Salats bricht die Reichhaltigkeit des Kuchens perfekt. Oder serviere ihn klassisch mit einer Federweißen – das ist der absolute Herbstgenuss! Für ein herzhaftes Buffet kannst du ihn auch in kleine Stücke schneiden und als Fingerfood anbieten.
  • Aufbewahren: Der Kuchen hält sich im Kühlschrank, gut abgedeckt, für 3-4 Tage. Wickel ihn in Frischhaltefolie oder lege ihn in eine luftdichte Dose. Der Geschmack wird sogar noch besser, wenn er einen Tag durchgezogen ist – die Aromen verbinden sich dann noch intensiver.
  • Einfrieren: Du kannst den gebackenen und ausgekühlten Kuchen problemlos einfrieren. Schneide ihn in Portionsstücke, wickel jedes Stück in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen und dann im Ofen bei 150°C für 10 Minuten aufbacken – er schmeckt fast wie frisch gebacken!
  • Reheating: Der Kuchen lässt sich wunderbar aufwärmen. Am besten im Backofen bei 150°C für 10-15 Minuten. In der Mikrowelle wird er leider schnell matschig, also besser vermeiden.

Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile

Ja, dieser Kuchen ist kein Diätgericht, aber er hat durchaus seine Vorzüge. Hier eine grobe Nährwertangabe pro Stück (bei 12 Stücken) und ein paar Gedanken dazu.

  • Kalorien: ca. 380 kcal pro Stück
  • Fett: ca. 28 g (davon gesättigte Fettsäuren: 16 g)
  • Kohlenhydrate: ca. 22 g
  • Eiweiß: ca. 10 g
  • Ballaststoffe: ca. 2 g

Die Zwiebeln sind reich an Antioxidantien und schwefelhaltigen Verbindungen, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken können. Der Speck liefert zwar viel Fett, aber auch hochwertiges Eiweiß. In Maßen genossen ist dieser Kuchen also durchaus ein Genuss, der auch etwas Gutes für den Körper tut. Und mal ehrlich – manchmal braucht die Seele einfach etwas Deftiges, und das ist völlig in Ordnung!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig auch durch Blätterteig ersetzen?

Ja, das geht! Nimm einfach eine Rolle fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal. Der Kuchen wird dann etwas luftiger und knuspriger, aber nicht so buttrig-mürbe wie mit meinem Mürbeteig. Beides ist lecker, aber der Mürbeteig ist einfach der Klassiker für diesen Kuchen.

Kann ich den Kuchen auch am Vortag zubereiten?

Unbedingt! Der Zwiebelkuchen schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen so schön durchziehen können. Backe ihn einfach fertig, lasse ihn auskühlen und stelle ihn abgedeckt in den Kühlschrank. Vor dem Servieren kurz im Ofen aufbacken – perfekt!

Mein Teig ist gerissen. Was kann ich tun?

Kein Problem! Mürbeteig reißt gerne mal, besonders wenn er zu kalt ist. Drücke die Rissstellen einfach mit den Fingern zusammen. Wenn größere Stücke fehlen, knete einen kleinen Teigrest und flicke die Stelle. Das fällt nach dem Backen überhaupt nicht auf. Und ganz ehrlich: Der Kuchen schmeckt trotzdem himmlisch!

Kann ich den Kümmel auch weglassen?

Ja, klar! Kümmel ist ein typisches Gewürz, aber nicht jeder mag ihn. Du kannst ihn einfach weglassen oder durch eine Prise Majoran, Thymian oder sogar Muskatnuss ersetzen. Probiere aus, was dir am besten schmeckt – Kochen ist schließlich auch Experimentieren.

Wie bekomme ich den Kuchen aus der Form, ohne dass er zerbricht?

Lass den Kuchen nach dem Backen mindestens 15-20 Minuten in der Form abkühlen. Dann löse vorsichtig den Rand der Springform. Wenn der Kuchen noch klebt, fahre mit einem Messer am Rand entlang. Zum Herausheben des Kuchens auf eine Platte kannst du einen großen Tortenheber oder einen flachen Pfannenwender verwenden. Oder du lässt ihn einfach auf dem Springformboden stehen und servierst ihn direkt so.

Fazit

Dieser herzhafte schwäbische Zwiebelkuchen mit Speck ist für mich der Inbegriff von Herbstkomfort. Er ist ehrlich, unkompliziert und voller Geschmack – genau das, was man an einem kühlen Abend braucht. Mit seinem buttrigen Mürbeteig, den süßlich-herben Zwiebeln und dem knusprigen Speck ist er ein Stück schwäbische Tradition, das in jeder Küche gelingt.

Ich liebe es, wie dieser Kuchen Menschen zusammenbringt. Er ist kein Gericht für den großen Auftritt, sondern eines für die leisen, gemütlichen Momente. Für die Runde mit Freunden, für den Abend auf dem Sofa, für das Gefühl von Geborgenheit. Probiere ihn aus und lass dich von seiner Einfachheit und seinem Geschmack verzaubern. Und wenn du deine eigene Version findest – mit mehr Käse, mit weniger Kümmel oder mit einer Prise Chili – dann teile sie mit mir! Ich bin gespannt, wie du ihn liebst.

Also, ran an die Zwiebeln und losgebacken! Dein Bauch und deine Seele werden es dir danken.

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schwäbischer Zwiebelkuchen mit Speck recipe

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Herzhafter schwäbischer Zwiebelkuchen mit Speck – einfaches Rezept

Dieser herzhafte schwäbische Zwiebelkuchen mit Speck vereint buttrigen Mürbeteig, süßlich-karamellisierte Zwiebeln und knusprigen Speck zu einem unwiderstehlichen Herbstgenuss. Ein einfaches Rezept, das nach Heimat und Gemütlichkeit schmeckt.

  • Author: Maria
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 50 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 20 Minuten
  • Yield: 12 Stücke 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Schwäbisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 23 EL kaltes Wasser
  • 1 kg Zwiebeln (ca. 45 große)
  • 200 g durchwachsener Speck (geräuchert)
  • 3 Eier (Größe M)
  • 200 g Sahne (Schlagsahne)
  • 200 g Schmand oder Crème fraîche
  • 1 TL Kümmel (ganze Körner)
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Butter

Instructions

  1. Mürbeteig: Mehl mit Salz mischen. Kalte Butter in kleinen Stückchen dazugeben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder den Händen zu einer krümeligen Masse verkneten. Ei und 2 EL kaltes Wasser hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig kneten. Bei Bedarf noch 1 EL Wasser dazugeben. Teig zur Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
  2. Zwiebel-Speck-Mischung: Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe (ca. 3-4 mm) schneiden. Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelringe darin unter gelegentlichem Rühren 15-20 Minuten weich und glasig dünsten, ohne dass sie Farbe nehmen. Speck in feine Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben und weitere 5 Minuten knusprig braten. Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  3. Guss vorbereiten: Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vorheizen. Springformboden mit Backpapier auslegen, Rand leicht einfetten. Eier mit Sahne und Schmand in einer Schüssel glatt verquirlen. Mit Kümmel, Pfeffer und wenig Salz würzen. Abgekühlte Zwiebel-Speck-Mischung unterrühren.
  4. Kuchen zusammensetzen und backen: Teig auf bemehlter Arbeitsfläche (oder zwischen zwei Lagen Backpapier) ca. 3-4 mm dick ausrollen (ca. 30 cm Durchmesser). In die Springform legen, Boden andrücken und einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Zwiebel-Speck-Mischung auf den Teig gießen und gleichmäßig verteilen. Auf der mittleren Schiene 40-50 Minuten backen, bis der Belag goldgelb und gestockt ist (Mitte wackelt noch leicht). Kuchen in der Form auf einem Gitter mindestens 15 Minuten abkühlen lassen, dan…

Notes

Die Zwiebeln müssen richtig weich gedünstet werden, fast marmeladig – das ist der wichtigste Schritt. Kalte Butter ist das Geheimnis eines mürben Teigs. Den Kuchen vor dem Lösen aus der Form mindestens 20 Minuten abkühlen lassen. Am nächsten Tag schmeckt er noch besser.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 380
  • Fat: 28
  • Saturated Fat: 16
  • Carbohydrates: 22
  • Fiber: 2
  • Protein: 10

Keywords: Zwiebelkuchen, schwäbisch, Speck, herzhaft, Herbst, Federweißer, Mürbeteig, einfach

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