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Ich hatte mich schon lange damit abgefunden, dass selbstgemachter Essig entweder kompliziert ist oder einfach nicht richtig gelingt. Die Gläser mit den schwimmenden Fruchtstücken, die nach ein paar Wochen anfingen zu schimmeln, die undefinierbaren Gerüche in der Küche – ehrlich, ich hab das Zeug irgendwann einfach gekauft. Aber dann stand ich da, nachdem ich einen ganzen Korb Äpfel zu Kuchen und Kompott verarbeitet hatte, und der Beutel mit den Schalen wurde immer größer. Wegwerfen? Kam nicht in Frage. Also hab ich mich nochmal rangetraut, diesmal mit einer ganz einfachen Methode – nur Apfelschalen, Wasser und Zucker. Und siehe da: Nach drei Wochen hatte ich einen klaren, säuerlich-fruchtigen Essig, der besser schmeckt als jeder gekaufte. Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die am meisten überraschen.
Warum Sie diesen Apfelessig lieben werden
- Null Lebensmittelverschwendung: Aus etwas, das normalerweise im Müll landet, wird ein wertvolles Küchenprodukt. Das fühlt sich einfach richtig an.
- Unglaublich einfach: Kein Kochen, keine speziellen Bakterienkulturen, kein ständiges Rühren. Nur ansetzen und warten.
- Budgetfreundlich: Sie brauchen nur Apfelschalen, Zucker und Wasser. Fertig. Keine teuren Zutaten oder Spezialgeräte.
- Gesünder als gekaufter Essig: Sie kontrollieren die Qualität der Äpfel und wissen genau, was drin ist – nämlich nur Äpfel, Zucker und Wasser.
- Vielseitig einsetzbar: Für Salatdressings, als Hausmittel oder sogar zur natürlichen Reinigung. Dieser Essig kann alles.
Was diesen Essig von anderen Rezepten unterscheidet? Ich habe wochenlang mit verschiedenen Zucker- und Wassermengen experimentiert, bis ich das perfekte Verhältnis gefunden hatte. Zu wenig Zucker, und die Gärung kommt nicht richtig in Gang. Zu viel, und der Essig wird zu süß. Dieses Rezept ist mein persönlicher Goldstandard – erprobt, getestet und jedes Mal gelungen. Und wissen Sie was? Es ist nicht nur ein Rezept, es ist ein kleines bisschen Küchenmagie. Aus Resten entsteht etwas Neues, Lebendiges.
Was Sie an Zutaten brauchen
Das Schöne an diesem Rezept ist seine Einfachheit. Sie brauchen wirklich nur drei Grundzutaten, die Sie wahrscheinlich schon zu Hause haben, besonders wenn Sie gerade Apfelkuchen gebacken oder Apfelmus gekocht haben.
- Apfelschalen von ca. 6-8 Äpfeln (ca. 150-200 g): Am besten von unbehandelten oder Bio-Äpfeln. Die Schalen enthalten die natürlichen Hefen, die für die Gärung wichtig sind. Ich verwende gerne eine Mischung aus süßen und säuerlichen Sorten – das gibt dem Essig ein komplexeres Aroma. Wichtig: Die Schalen sollten frisch sein, nicht angetrocknet oder schimmelig.
- 1 Liter Wasser: Am besten abgekochtes und abgekühltes Leitungswasser oder stilles Mineralwasser. Chlor im Leitungswasser kann die Gärung stören, deshalb lasse ich das Wasser nach dem Abkochen immer über Nacht stehen.
- 100 g Zucker (ca. 8 EL): Weißer Haushaltszucker, brauner Zucker oder Rohrzucker – alles funktioniert. Der Zucker wird von den Hefen in Alkohol umgewandelt, der dann zu Essig wird. Ich persönlich nehme gerne Rohrzucker, weil er dem Essig eine leicht karamellige Note verleiht.
- Optional: 1 EL ungefilterten, rohen Apfelessig als Starter: Das ist kein Muss, aber es beschleunigt den Gärungsprozess und sorgt für einen sichereren Start. Wenn Sie zum ersten Mal Essig ansetzen, kann das ein guter Trick sein.
Ein Tipp zur Auswahl der Äpfel: Je aromatischer die Äpfel, desto aromatischer wird der Essig. Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold eignen sich hervorragend. Wenn Sie nur eine Sorte haben, ist das auch völlig in Ordnung. Der Essig wird trotzdem gut. Und keine Sorge, wenn die Schalen von verschiedenen Apfelsorten stammen – das ergibt oft den interessantesten Geschmack.
Benötigte Küchengeräte
Für dieses Projekt brauchen Sie keine ausgefallene Ausrüstung. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in der Küche.
- Ein großes Einmachglas oder einen Gärbehälter (ca. 1,5 Liter Fassungsvermögen): Ein sauberes Schraubglas, ein Gärglas mit Bügelverschluss oder sogar eine große Schüssel mit einem Tuch abgedeckt – alles ist möglich. Wichtig ist nur, dass der Behälter nicht luftdicht verschlossen ist, weil die Gärung Gase produziert.
- Ein sauberes Geschirrtuch oder Mulltuch: Zum Abdecken des Behälters. Das Tuch lässt Luft zirkulieren, hält aber Staub und Insekten fern.
- Ein Gummiband oder eine Schnur: Zum Befestigen des Tuchs am Behälterrand.
- Ein Holzlöffel oder ein Plastiklöffel: Zum Umrühren. Metall sollte man vermeiden, da es mit der säurehaltigen Flüssigkeit reagieren kann.
- Ein Trichter: Erleichtert das Abfüllen des fertigen Essigs in Flaschen.
- Eine saubere Flasche mit Schraubverschluss: Für die Aufbewahrung des fertigen Essigs. Ich verwende gerne alte Essig- oder Weinflaschen, die ich vorher gründlich auskoche.
Meine Erfahrung mit verschiedenen Behältern: Ich habe schon in einer einfachen Glasschüssel Essig angesetzt, die ich mit Frischhaltefolie abgedeckt habe (Löcher reingestochen!). Das hat auch funktioniert. Ein spezieller Gärbehälter ist wirklich nicht nötig. Hauptsache, das Gefäß ist sauber und nicht aus Metall.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung
- Die Apfelschalen vorbereiten: Sammeln Sie die Schalen von 6-8 Äpfeln. Wichtig: Die Schalen sollten nicht gewaschen sein, wenn die Äpfel aus biologischem Anbau stammen. Die natürlichen Hefen auf der Schale sind für die Gärung unerlässlich. Bei konventionellen Äpfeln waschen Sie sie kurz ab, um Pestizidrückstände zu entfernen – die Hefen sind dann zwar weniger, aber es reicht trotzdem. Entfernen Sie unbedingt alle Kerngehäuse und Stiele, denn die können Bitterstoffe abgeben.
- Das Zuckerwasser ansetzen: Kochen Sie 1 Liter Wasser auf und lassen Sie es auf Zimmertemperatur abkühlen. Das Abkochen entfernt Chlor und andere Keime, die die Gärung stören könnten. Rühren Sie dann 100 g Zucker in das abgekühlte Wasser, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Das dauert nur eine Minute.
- Alles zusammenfügen: Geben Sie die Apfelschalen in Ihr sauberes Glas oder den Gärbehälter. Gießen Sie das Zuckerwasser darüber, bis die Schalen vollständig bedeckt sind. Wenn die Schalen oben schwimmen, drücken Sie sie mit einem sauberen Teller oder einem kleinen Glas nach unten, sodass sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind. Das ist wichtig, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Die Gärung starten: Decken Sie die Öffnung des Glases mit einem sauberen Geschirrtuch oder Mulltuch ab und befestigen Sie es mit einem Gummiband. Stellen Sie das Glas an einen dunklen, warmen Ort – ideal sind Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Ein Küchenschrank oder die Speisekammer sind perfekt. Lassen Sie das Glas für etwa 7-10 Tage stehen. Rühren Sie die Mischung alle 2-3 Tage einmal vorsichtig mit einem Holzlöffel um. Sie werden nach ein paar Tagen anfangen, kleine Bläschen zu sehen – das ist ein gutes Zeichen! Die Gärung beginnt.
- Die erste Phase beenden: Nach etwa 7-10 Tagen sollten die Bläschen nachlassen und die Flüssigkeit anfangen, trüb zu werden und leicht nach Apfelwein zu riechen. Jetzt ist es Zeit, die Schalen abzuseihen. Gießen Sie die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch in ein sauberes Glas. Drücken Sie die Schalen gut aus, um möglichst viel Flüssigkeit zu gewinnen. Die Schalen können jetzt auf den Kompost.
- Die zweite Gärung (die Essigbildung): Gießen Sie die abgeseihte Flüssigkeit zurück in das saubere Glas. Decken Sie es wieder mit dem Tuch ab und stellen Sie es für weitere 2-4 Wochen an den gleichen dunklen, warmen Ort. Jetzt passiert die Magie: Die Hefen haben den Zucker in Alkohol verwandelt, und nun kommen Essigsäurebakterien zum Zug, die den Alkohol in Essig umwandeln. Sie werden vielleicht eine dünne, schleimige Haut auf der Oberfläche sehen – das ist die Essigmutter. Lassen Sie sie in Ruhe, sie ist ein gutes Zeichen!
- Den Essig testen und abfüllen: Nach 2-3 Wochen können Sie den Essig probieren. Er sollte angenehm säuerlich und fruchtig schmecken, nicht mehr nach Alkohol. Wenn er noch zu mild ist, lassen Sie ihn einfach länger stehen. Je länger er steht, desto kräftiger wird er. Sobald er Ihnen schmeckt, gießen Sie ihn durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter in eine saubere Flasche. Verschließen Sie die Flasche fest und bewahren Sie den Essig an einem kühlen, dunklen Ort auf.
Ein wichtiger Hinweis aus eigener Erfahrung: In den ersten Tagen kann es sein, dass sich weiße oder grüne Schimmelflecken auf der Oberfläche bilden, besonders wenn die Schalen nicht vollständig mit Flüssigkeit bedeckt waren. Keine Panik! Entfernen Sie den Schimmel vorsichtig mit einem Löffel und rühren Sie die Mischung um. Wenn der Schimmel jedoch stark ist oder die ganze Oberfläche bedeckt, sollten Sie den Ansatz entsorgen und von vorne beginnen. Das ist mir einmal passiert, als ich zu faule Apfelstellen mitverarbeitet habe. Seitdem achte ich sehr genau auf die Qualität der Schalen.
Tipps und Tricks für den perfekten Apfelessig
Nachdem ich in den letzten Jahren bestimmt ein Dutzend Chargen Apfelessig angesetzt habe, habe ich ein paar Dinge gelernt, die ich gerne vorher gewusst hätte.
- Die richtige Temperatur ist entscheidend: Die Gärung liebt Wärme, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Ein Platz in der Küche neben dem Herd oder über dem Kühlschrank ist ideal. Im Winter dauert die Gärung oft ein paar Tage länger – das ist völlig normal.
- Geduld ist eine Tugend: Der größte Fehler, den ich gemacht habe? Zu früh abfüllen! Der Essig braucht Zeit, um sein volles Aroma zu entwickeln. Ich lasse ihn jetzt mindestens 4-5 Wochen stehen, manchmal sogar 6 Wochen. Der Unterschied ist enorm – der Essig wird viel runder und komplexer.
- Die Essigmutter nicht wegwerfen: Diese gallertartige Scheibe, die sich auf der Oberfläche bildet, ist ein Schatz. Sie können sie in einem Glas mit etwas fertigem Essig aufbewahren und für die nächste Charge verwenden. Einfach ein paar Esslöffel der Mutterflüssigkeit in den neuen Ansatz geben – das beschleunigt die Gärung enorm.
- Keine Metallgefäße verwenden: Die Säure im Essig reagiert mit Metall und kann unerwünschte Stoffe in den Essig abgeben. Ich verwende ausschließlich Glas, Keramik oder Holz für die Gärung und zum Umrühren.
- Der Geruchstest lügt nicht: Wenn der Essig komisch riecht – modrig, faulig oder nach verbranntem Gummi – dann ist etwas schiefgelaufen. Im Zweifelsfall wegschütten und neu ansetzen. Ein guter Apfelessig riecht fruchtig-säuerlich, fast wie ein guter Apfelwein.
Mein persönlicher Fail: Ich hatte einmal vergessen, die Schalen regelmäßig umzurühren, und oben hatte sich eine dicke Schimmelschicht gebildet. Ich hab den ganzen Ansatz weggeschüttet – so eine Schande! Seitdem stelle ich mir einen Timer aufs Handy, der mich alle zwei Tage ans Umrühren erinnert.
Variationen und Anpassungen
Dieses Grundrezept lässt sich wunderbar an Ihre Vorlieben anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Kräuteressig: Geben Sie in der letzten Woche der zweiten Gärung frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Minze in den Essig. Das verleiht ihm eine wunderbare aromatische Note. Ich liebe einen Apfelessig mit Rosmarin für Salatdressings mit Ziegenkäse.
- Gewürzessig: Für eine winterliche Variante geben Sie eine Zimtstange, 2 Nelken und ein Stück Orangenschale in den Essig, während er reift. Das ergibt einen wunderbar weihnachtlichen Essig, der sich hervorragend für Rotkohl oder Chutneys eignet.
- Honig-Apfelessig: Ersetzen Sie die Hälfte des Zuckers durch Honig. Der Honig enthält eigene Enzyme und Hefen, die dem Essig eine besondere Note verleihen. Der Essig wird etwas milder und süßer.
- Mit anderen Obstschalen: Sie können Apfelschalen mit Birnen- oder Quittenschalen mischen. Das ergibt einen sehr milden, fruchtigen Essig. Ich habe einmal eine Charge mit Apfel- und Birnenschalen gemacht – der war so lecker, dass ich ihn pur getrunken hätte (aber nicht empfehlenswert!).
Für Allergiker: Da dieser Essig aus Äpfeln hergestellt wird, enthält er natürlicherweise Fruktose (wenn auch in geringen Mengen nach der Gärung). Menschen mit einer Fruktoseintoleranz sollten ihn in Maßen genießen. Für eine fruktosearme Variante können Sie versuchen, den Zucker durch Traubenzucker (Glukose) zu ersetzen – das habe ich selbst aber noch nicht getestet.
Servier- und Aufbewahrungsvorschläge
Dieser selbstgemachte Apfelessig ist ein echtes Multitalent in der Küche. Hier sind meine liebsten Verwendungsmöglichkeiten:
- Als Salatdressing: Mischen Sie 2 EL Apfelessig mit 4 EL Olivenöl, 1 TL Senf, Salz und Pfeffer. Das ist mein absolutes Lieblingsdressing für grüne Salate. Der fruchtige Geschmack passt besonders gut zu Feldsalat oder Rucola.
- In Marinaden: Der Essig macht Fleisch und Gemüse wunderbar zart. Eine Marinade aus Apfelessig, Öl, Knoblauch und Kräutern ist perfekt für Hähnchen oder Tofu.
- Als Hausmittel: Ein Glas Wasser mit einem Schuss Apfelessig und Honig am Morgen soll den Stoffwechsel ankurbeln. Ob das stimmt, weiß ich nicht – aber es schmeckt erfrischend!
- Zur natürlichen Reinigung: Apfelessig ist ein wunderbarer natürlicher Reiniger für Fenster und Arbeitsflächen. Einfach mit Wasser mischen und los geht’s.
Aufbewahrung: Der fertige Essig hält sich an einem kühlen, dunklen Ort problemlos mehrere Monate bis zu einem Jahr. Im Kühlschrank aufbewahrt bleibt er sogar noch länger frisch. Mit der Zeit kann sich ein leichter Bodensatz bilden – das ist völlig normal und kein Zeichen von Verderb. Einfach vor der Verwendung schütteln.
Mein Tipp zur Reifung: Anders als viele denken, wird der Essig mit der Zeit nicht schlechter, sondern besser. Er wird runder und das Aroma entfaltet sich. Ich habe eine Flasche, die jetzt über ein Jahr alt ist – sie schmeckt fantastisch, viel komplexer als frischer Essig.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Selbstgemachter Apfelessig ist nicht nur lecker, sondern hat auch einige gesundheitliche Vorteile, die ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung machen.
- Kalorienarm: Ein Esslöffel Apfelessig enthält nur etwa 3-5 Kalorien. Er ist also perfekt für alle, die auf ihre Kalorienzufuhr achten.
- Reich an Milchsäurebakterien: Durch die Fermentation enthält der Essig lebende Kulturen, die die Darmgesundheit unterstützen können. Besonders wenn Sie ihn ungefiltert und unpasteurisiert genießen.
- Enthält Spurenelemente: Kalium, Magnesium und Eisen sind in kleinen Mengen enthalten. Nichts, wovon man sich ernähren könnte, aber ein schöner Bonus.
- Unterstützt die Verdauung: Viele Menschen schwören auf einen Esslöffel Apfelessig vor dem Essen, um die Verdauung anzuregen. Die Säure kann die Produktion von Magensäure fördern.
- Blutzuckerregulierend: Einige Studien deuten darauf hin, dass Apfelessig nach dem Essen den Blutzuckerspiegel senken kann. Ein interessanter Effekt, den ich selbst aber nicht medizinisch beurteilen kann.
Wichtiger Hinweis: Apfelessig ist sehr sauer. Trinken Sie ihn niemals pur, sondern immer verdünnt mit Wasser, um Zahnschmelz und Speiseröhre zu schützen. Bei Magenproblemen oder Sodbrennen sollten Sie vorsichtig sein und im Zweifel einen Arzt konsultieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch Apfelreste (Kerngehäuse) verwenden?
Ja, das ist möglich. Aber ich empfehle, die Kerngehäuse vorher zu entfernen, da sie Bitterstoffe enthalten können, die den Essiggeschmack beeinträchtigen. Die Schalen allein sind ideal.
Muss ich Bio-Äpfel verwenden?
Es ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. Bio-Äpfel enthalten mehr natürliche Hefen auf der Schale, was die Gärung erleichtert. Bei konventionellen Äpfeln waschen Sie sie kurz ab, um Pestizidrückstände zu minimieren.
Was mache ich, wenn sich Schimmel bildet?
Ein leichter weißer Schimmel an der Oberfläche ist normal und kann vorsichtig entfernt werden. Wenn der Schimmel jedoch grün, schwarz oder stark flaumig ist, sollten Sie den gesamten Ansatz entsorgen. Achten Sie beim nächsten Mal darauf, dass die Schalen vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind.
Wie lange ist der selbstgemachte Apfelessig haltbar?
An einem kühlen, dunklen Ort ist er mindestens 6-12 Monate haltbar. Im Kühlschrank sogar noch länger. Mit der Zeit wird er milder und aromatischer. Ein Bodensatz ist normal und kein Zeichen von Verderb.
Kann ich den Zucker durch Honig oder Ahornsirup ersetzen?
Ja, das ist möglich. Honig und Ahornsirup enthalten jedoch andere Zuckerarten, die die Gärung beeinflussen können. Der Essig wird etwas milder und bekommt eine besondere Note. Ich habe gute Erfahrungen mit einer Mischung aus Zucker und Honig gemacht.
Fazit
Dieser einfache Apfelessig aus Apfelschalen ist mehr als nur ein Rezept – es ist eine kleine Revolution in Ihrer Küche. Aus etwas, das normalerweise im Müll landet, entsteht ein hochwertiges, vielseitiges Produkt, das Sie in unzähligen Gerichten verwenden können. Es ist nachhaltig, spart Geld und schmeckt einfach besser als alles, was Sie im Supermarkt kaufen können.
Ich lade Sie ein, es selbst auszuprobieren. Es ist so einfach, dass es fast schon magisch ist. Und wenn Sie einmal den ersten selbstgemachten Essig probiert haben, werden Sie nie wieder einen gekauften wollen. Haben Sie Fragen oder eigene Erfahrungen mit der Essigherstellung? Schreiben Sie mir gerne einen Kommentar! Ich bin gespannt auf Ihre Kreationen und freue mich über jede Geschichte von gelungenen (oder auch misslungenen) Essig-Experimenten. Teilen Sie das Rezept gerne mit Freunden und Familie, denn Resteverwertung schmeckt am besten, wenn man sie teilt.
Viel Spaß beim Ansetzen und Genießen!
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Einfacher Apfelessig aus Apfelschalen: Beste Resteverwertung
Dieses einfache Rezept verwandelt Apfelschalen in einen köstlichen, selbstgemachten Apfelessig. Perfekt für Salatdressings, Marinaden und als Hausmittel – nachhaltig, budgetfreundlich und unglaublich einfach.
- Prep Time: 10 Minuten
- Cook Time: 0 Minuten
- Total Time: 3-5 Wochen (inkl. Gärzeit)
- Yield: ca. 1 Liter
- Category: Konserven / Hausgemachte Zutaten
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- Apfelschalen von ca. 6-8 Äpfeln (ca. 150-200 g)
- 1 Liter Wasser (abgekocht und abgekühlt)
- 100 g Zucker (ca. 8 EL)
- Optional: 1 EL ungefilterter, roher Apfelessig als Starter
Instructions
- Die Apfelschalen vorbereiten: Sammeln Sie die Schalen von 6-8 Äpfeln. Bei Bio-Äpfeln nicht waschen, um die natürlichen Hefen zu erhalten. Bei konventionellen Äpfeln kurz abwaschen. Entfernen Sie alle Kerngehäuse und Stiele.
- Das Zuckerwasser ansetzen: Kochen Sie 1 Liter Wasser auf und lassen Sie es auf Zimmertemperatur abkühlen. Rühren Sie dann 100 g Zucker in das abgekühlte Wasser, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
- Alles zusammenfügen: Geben Sie die Apfelschalen in ein sauberes Glas oder einen Gärbehälter. Gießen Sie das Zuckerwasser darüber, bis die Schalen vollständig bedeckt sind. Drücken Sie die Schalen mit einem sauberen Teller oder Glas nach unten, sodass sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind.
- Die Gärung starten: Decken Sie die Öffnung des Glases mit einem sauberen Geschirrtuch oder Mulltuch ab und befestigen Sie es mit einem Gummiband. Stellen Sie das Glas an einen dunklen, warmen Ort (20-25 °C) für etwa 7-10 Tage. Rühren Sie die Mischung alle 2-3 Tage vorsichtig mit einem Holzlöffel um.
- Die erste Phase beenden: Nach etwa 7-10 Tagen, wenn die Bläschen nachlassen und die Flüssigkeit trüb wird, die Schalen abseihen. Gießen Sie die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Mulltuch in ein sauberes Glas. Drücken Sie die Schalen gut aus.
- Die zweite Gärung (die Essigbildung): Gießen Sie die abgeseihte Flüssigkeit zurück in das saubere Glas. Decken Sie es wieder mit dem Tuch ab und stellen Sie es für weitere 2-4 Wochen an den gleichen dunklen, warmen Ort.
- Den Essig testen und abfüllen: Nach 2-3 Wochen den Essig probieren. Er sollte angenehm säuerlich und fruchtig schmecken. Sobald er Ihnen schmeckt, durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter in eine saubere Flasche gießen. Verschließen Sie die Flasche fest und bewahren Sie den Essig an einem kühlen, dunklen Ort auf.
Notes
Die richtige Temperatur (20-25 °C) ist entscheidend. Keine Metallgefäße verwenden. Bei Schimmelbildung vorsichtig entfernen oder Ansatz entsorgen. Die Essigmutter kann für die nächste Charge aufbewahrt werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Esslöffel (15 ml)
- Calories: 35
- Sugar: 0.5
- Carbohydrates: 0.5
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