Love this? Save it for later!
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Mein Mann hat drei Tage hintereinander nach diesem Kuchen gefragt, ohne dass ich ihn daran erinnert hätte. Das ist so ungewöhnlich, dass ich erst dachte, er macht sich lustig. Aber nein – er meinte es ernst. Und ehrlich? Das hat mich mehr gefreut, als ich zugeben will.
Ich hatte die Rumrosinen schon seit Wochen im Schrank stehen. Ein Glas voller eingelegter Rosinen, die ich mal für einen anderen Kuchen angesetzt hatte – und dann vergessen. Als ich sie wiederfand, war der Rum schon tief eingezogen, die Rosinen prall und süß. Und ich dachte: Die müssen jetzt in einen gedeckten Apfelkuchen. Keine Diskussion.
Der erste Versuch war okay. Der zweite war besser. Aber der dritte – der hier – war der, bei dem mein Mann nach dem ersten Bissen einfach nur nickte. Kein Wort. Nur dieses stille, zufriedene Nicken, das mehr sagt als jedes Lob. Und da wusste ich: Das Rezept muss ich aufschreiben, bevor ich es wieder vergesse.
Dieser gedeckte Apfelkuchen ist nicht einfach nur ein Kuchen. Er ist der Beweis, dass alte Hausrezepte mit einer kleinen, mutigen Veränderung plötzlich ganz neu schmecken können. Die Rumrosinen geben ihm etwas Tiefes, Warmes – fast wie ein guter Glühwein, aber in Kuchenform. Und der Mürbeteig? Der ist butterweich und bröselt genau richtig.
Ich backe jetzt seit über fünfzehn Jahren, und ich sage dir: Dieser Kuchen ist etwas Besonderes. Nicht, weil er kompliziert ist – im Gegenteil. Sondern weil er einfach richtig gemacht ist. Und weil die Rumrosinen den Unterschied machen, den man schmeckt, aber nicht gleich benennen kann. Probier es selbst. Du wirst verstehen, was ich meine.
Warum du diesen Kuchen lieben wirst
Ehrlich gesagt – ich habe schon viele Apfelkuchen gebacken. Aber dieser hier ist anders. Er ist nicht nur ein weiteres Rezept in der Sammlung. Er ist der Kuchen, den ich mache, wenn ich jemanden wirklich beeindrucken will – ohne Stress.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten gemacht, die Füllung in 10. Kein stundenlanges Rühren oder Warten. Perfekt für einen spontanen Kuchen am Sonntagnachmittag.
- Einfache Zutaten: Bis auf die Rumrosinen hast du alles wahrscheinlich schon zu Hause. Mehl, Butter, Zucker, Äpfel – das sind keine exotischen Dinge.
- Perfekt für gemütliche Stunden: Ob zum Kaffee, als Dessert oder einfach so – dieser Kuchen passt immer. Besonders im Herbst, wenn die Äpfel saftig sind.
- Ein echter Publikumsliebling: Meine Nachbarn fragen inzwischen, wann es wieder „den mit den Rosinen” gibt. Und meine Mutter, die sonst nichts auslässt, hat sich das Rezept kopiert.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus saftigen Äpfeln, buttrigem Mürbeteig und den aromatischen Rumrosinen ist einfach himmlisch. Der erste Bissen macht süchtig.
Was diesen Kuchen von anderen unterscheidet? Es ist die kleine, aber feine Veränderung: die Rumrosinen. Sie werden nicht einfach untergehoben, sondern vorher in Rum eingelegt – das gibt ihnen Zeit, das Aroma richtig aufzunehmen. Und dann werden sie mit den Äpfeln vermischt, sodass sich der Geschmack gleichmäßig verteilt. Keine trockenen Rosinen, keine alkoholischen Klumpen – nur gleichmäßig verteilte, saftige Geschmacksinseln.
Ich habe das Rezept über drei Versuche perfektioniert. Beim ersten Mal waren die Rosinen zu nass, der Teig wurde matschig. Beim zweiten Mal habe ich sie nicht lange genug eingelegt – der Rumgeschmack war kaum da. Aber beim dritten Mal? Da hat alles gestimmt. Die Rosinen waren prall, der Teig war buttrig, die Äpfel waren genau richtig. Und mein Mann hat drei Stücke gegessen. Hintereinander.
Das ist der Kuchen, den du backen willst, wenn du zeigen willst, dass du dich richtig Mühe gegeben hast – ohne dich zu verausgaben. Und glaub mir: Jeder wird denken, du hättest den ganzen Tag in der Küche gestanden. Aber du weißt es besser.
Zutaten: Was du brauchst
Dieser gedeckte Apfelkuchen lebt von einfachen, aber sorgfältig ausgewählten Zutaten. Keine komplizierten Dinge – nur gute Qualität und die richtige Vorbereitung. Die Rumrosinen sind das Herzstück, aber auch der Teig und die Äpfel müssen stimmen.
Für den Mürbeteig
- 300 g Mehl (Type 405 oder 550 – ich nehme am liebsten Weizenmehl Type 405 für einen besonders zarten Teig)
- 200 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten – je kälter, desto besser für den Teig)
- 100 g Zucker (feiner Haushaltszucker, aber auch brauner Zucker geht – dann wird der Teig etwas kräftiger im Geschmack)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur – das bindet den Teig besser)
- 1 Prise Salz (rundet den Geschmack ab – klingt komisch, aber probier es mal ohne, du wirst den Unterschied merken)
- 1 TL Vanilleextrakt (oder das Mark einer halben Vanilleschote – ich schwöre auf selbstgemachten Extrakt)
Für die Apfel-Rumrosinen-Füllung
- 1 kg Äpfel (am besten eine säuerliche Sorte wie Boskoop, Elstar oder Jonagold – die halten beim Backen ihre Form und geben genug Säure ab)
- 100 g Rumrosinen (selbst eingelegt oder gekauft – ich mach sie immer selbst, weil man dann die Kontrolle über die Süße hat)
- 80 g Zucker (je nach Süße der Äpfel anpassen – bei süßen Äpfeln reichen 60 g)
- 1 TL Zimt (gemahlen – Ceylon-Zimt ist milder, Cassia-Zimt kräftiger; nimm, was du magst)
- 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst – verhindert, dass die Äpfel braun werden, und gibt Frische)
- 2 EL Speisestärke (bindet die Flüssigkeit, die die Äpfel beim Backen abgeben – sonst wird der Kuchen matschig)
- 2 EL Rum (optional – für extra Aroma, wenn die Rosinen nicht genug abgeben)
Für den Guss (optional, aber empfohlen)
- 1 Eigelb (zum Bestreichen – gibt dem Teig eine schöne goldene Farbe)
- 1 EL Milch (zum Verdünnen des Eigelbs – macht den Guss geschmeidiger)
- 1 EL Hagelzucker (zum Bestreuen – für die Extra-Portion Crunch)
Tipp zur Vorbereitung: Die Rumrosinen solltest du mindestens 24 Stunden vor dem Backen ansetzen. Ich mach das oft eine Woche vorher – dann sind sie richtig durchgezogen. Einfach 100 g Rosinen in ein Glas geben, mit dunklem Rum (ich nehme Bacardi oder Captain Morgan) auffüllen, bis sie bedeckt sind, und kühl stellen. Einmal am Tag schütteln – das war’s.
Substitutionshinweise: Keine Rumrosinen zur Hand? Du kannst auch normale Rosinen nehmen und sie in Apfelsaft oder Orangensaft einlegen – das gibt eine fruchtige Note, die auch sehr lecker ist. Für eine alkoholfreie Version nimm einfach Apfelsaft mit etwas Vanilleextrakt. Und falls du keine Äpfel magst (warum liest du dann überhaupt diesen Artikel?), probier Birnen – die funktionieren genauso gut.
Benötigte Küchengeräte
Bevor wir loslegen, schnell die Geräte checken. Du brauchst nichts Verrücktes – nur das Übliche, das in jeder gut sortierten Küche rumsteht.
- Eine Springform (26 cm Durchmesser) – oder eine Kuchenform mit herausnehmbarem Boden. Ich hab meine seit zehn Jahren und sie funktioniert immer noch perfekt.
- Eine Küchenwaage – für genaue Mengen. Augenmaß ist beim Backen nicht so clever, glaub mir.
- Eine Rührschüssel – groß genug, um den Teig zu kneten und später die Äpfel zu mischen.
- Ein Nudelholz – zum Ausrollen des Teigs. Ein Glasflasche geht im Notfall auch, aber ein richtiges Holz ist besser.
- Ein scharfes Messer – zum Schälen und Schneiden der Äpfel. Ein stumpfes Messer macht nur Frust.
- Ein Backpinsel – für den Eigelb-Guss. Ein Silikonpinsel ist am besten, weil er keine Haare verliert.
- Backpapier – zum Auslegen der Form. Spart Zeit beim Reinigen.
- Ein Teigschaber – zum Zusammenkratzen des Teigs aus der Schüssel. Unterschätztes Werkzeug!
Falls du keine Springform hast, geht auch eine Auflaufform – dann wird der Kuchen flacher und die Backzeit etwas kürzer. Ich hab das schon gemacht, als meine Form im Urlaub war. Funktioniert, aber der Kuchen ist nicht ganz so hoch.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Jetzt wird’s ernst. Aber keine Sorge – ich führ dich durch jeden Schritt, als ob du neben mir in der Küche stehen würdest. Und wenn was schiefgeht? Kein Problem. Mir ist auch schon so einiges misslungen – und daraus hab ich gelernt.
Schritt 1: Den Mürbeteig vorbereiten
Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Jetzt die Hände rein – oder eine Küchenmaschine, wenn du eine hast. Ich mach’s immer mit den Händen, weil ich dann ein besseres Gefühl für den Teig hab. Die Butter mit dem Mehl vermischen, bis eine krümelige Masse entsteht. Es dürfen noch kleine Butterstückchen zu sehen sein – das ist gut, die machen den Teig später zart.
Das Ei und den Vanilleextrakt dazugeben. Alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Sobald er sich zu einer Kugel formen lässt, ist er fertig. Den Teig halbieren – ein Teil wird der Boden, der andere der Deckel. Beide Teile flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Ja, das Warten ist nervig, aber es lohnt sich. Der Teig wird so viel geschmeidiger und lässt sich besser ausrollen.
Schritt 2: Die Rumrosinen vorbereiten
Wenn du die Rosinen nicht schon vorher eingelegt hast, mach es jetzt. 100 g Rosinen in eine kleine Schüssel geben, mit dunklem Rum bedecken und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Aber ehrlich – über Nacht ist besser. Ich hab sie schon mal nur 30 Minuten eingelegt, und der Geschmack war kaum da. Also: Geduld.
Schritt 3: Die Äpfel vorbereiten
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann in dünne Scheiben schneiden – etwa 3-4 mm dick. Nicht zu dünn, sonst werden sie matschig, und nicht zu dick, sonst bleiben sie hart. In eine große Schüssel geben, Zitronensaft drüber träufeln und gut vermischen – das verhindert, dass sie braun werden.
Zucker, Zimt und Speisestärke mischen und über die Äpfel streuen. Alles gut vermengen, bis die Äpfel gleichmäßig bedeckt sind. Die Rumrosinen abgießen (den Rum auffangen – den kannst du später für die Füllung oder einen Cocktail verwenden) und ebenfalls unter die Äpfel mischen. Wenn du magst, gib noch einen Schuss von dem aufgefangenen Rum dazu – das gibt extra Aroma.
Schritt 4: Den Teig ausrollen
Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (160 °C Umluft). Die Springform mit Backpapier auslegen oder einfetten. Den ersten Teigling aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Kreis ausrollen – etwa 30 cm Durchmesser, damit du die Form gut auslegen kannst. Den Teig vorsichtig in die Form legen und am Rand festdrücken. Einen kleinen Rand hochziehen – etwa 2-3 cm.
Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Das verhindert, dass er beim Backen Blasen wirft. Dann die Apfel-Rumrosinen-Mischung gleichmäßig darauf verteilen. Die Füllung ruhig etwas stapeln – sie fällt beim Backen noch zusammen.
Schritt 5: Den Deckel formen
Den zweiten Teigling ausrollen – wieder auf etwa 30 cm Durchmesser. Vorsichtig über die Füllung legen. Die Ränder mit den Fingern oder einer Gabel festdrücken, damit der Kuchen gut verschlossen ist. Mit einem scharfen Messer ein paar kleine Einschnitte in den Deckel machen – das lässt den Dampf entweichen und verhindert, dass der Kuchen aufplatzt. Ich mach immer ein kleines Muster – ein Stern oder ein Gitter – das sieht hübsch aus.
Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Deckel damit bestreichen. Dann den Hagelzucker gleichmäßig darüber streuen. Das gibt dem Kuchen diese schöne, goldbraune Kruste, die so verlockend aussieht.
Schritt 6: Backen
Den Kuchen auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Backzeit: etwa 50-60 Minuten. Nach 30 Minuten abdecken, falls die Oberfläche zu dunkel wird – ich leg dann einfach ein Stück Alufolie locker drüber. Der Kuchen ist fertig, wenn er goldbraun ist und die Füllung durch die Einschnitte leicht blubbert.
Aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mindestens 2 Stunden – ich weiß, das ist schwer, aber warm schmeckt er noch nicht richtig. Die Aromen müssen sich erst setzen. Ich hab ihn einmal nach 30 Minuten angeschnitten – die Füllung war noch zu flüssig und der Teig war noch nicht ganz durch. Also: Geduld, mein Freund.
Tipps & Techniken für den perfekten Kuchen
Nach über einem Dutzend Versuchen mit diesem Rezept hab ich ein paar Tricks gelernt, die den Unterschied zwischen einem guten und einem unvergesslichen Kuchen ausmachen. Hier sind sie – direkt aus meiner Erfahrung.
Der Teig: Kalt ist Gold
Der wichtigste Tipp überhaupt: Arbeite mit kalter Butter. Wenn die Butter zu warm wird, wird der Teig fettig und verliert seine Bröseligkeit. Ich stell die Butter sogar 15 Minuten vor dem Backen ins Eisfach – das macht den Teig besonders zart. Und wenn der Teig beim Ausrollen klebt? Einfach kurz zurück in den Kühlschrank legen. Keine Schande, das mach ich ständig.
Die Äpfel: Die richtige Sorte wählen
Nicht jeder Apfel ist gleich. Für diesen Kuchen brauchst du Äpfel, die beim Backen nicht zerfallen. Boskoop ist mein Favorit – er ist säuerlich, fest und gibt genau die richtige Menge Saft ab. Elstar geht auch, aber die werden etwas weicher. Golden Delicious? Die sind mir zu süß und werden schnell matschig. Probier dich durch, aber ich bleib bei Boskoop.
Die Rumrosinen: Nicht übertreiben
Die Rosinen sind das Herzstück, aber sie sollten nicht dominieren. 100 g auf 1 kg Äpfel ist die perfekte Menge. Zu viele Rosinen und der Kuchen wird zu süß und schwer. Und der Rum? Der sollte gut sein, aber nicht zu stark. Ein mittelklassiger Rum reicht völlig – ich nehm keinen teuren, aber auch keinen, der nach Alkohol riecht. Der Rum soll die Rosinen aromatisieren, nicht überdecken.
Die Backzeit: Lieber etwas länger
Ein häufiger Fehler: Den Kuchen zu früh aus dem Ofen nehmen. Die Füllung muss richtig durch sein, sonst wird der Boden matschig. Ich mach immer die Stäbchenprobe – ein Holzstäbchen in die Mitte stechen. Wenn kein flüssiger Teig mehr dran klebt, ist der Kuchen fertig. Aber Vorsicht: Wenn die Füllung noch zu flüssig ist, kann das Stäbchen trotzdem nass sein – dann einfach noch 5-10 Minuten weiterbacken.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist ein toller Ausgangspunkt, aber du kannst es nach Herzenslust anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
Variation 1: Alkoholfrei
Statt Rumrosinen nimmst du Rosinen, die in Apfelsaft oder Orangensaft eingelegt sind. Das gibt eine fruchtige Note, die besonders gut zu den Äpfeln passt. Ich hab das für meine Schwiegermutter gemacht, die keinen Alkohol mag – und sie hat zwei Stücke gegessen, ohne zu merken, dass was anders war.
Variation 2: Mit Nüssen
Füg 50 g gehackte Walnüsse oder Mandeln zur Füllung hinzu. Das gibt einen schönen Crunch und passt perfekt zu den Äpfeln und Rosinen. Ich mach das gerne im Herbst, wenn die Nüsse frisch sind.
Variation 3: Vegane Version
Ersetz die Butter durch pflanzliche Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Ei durch 2 EL Apfelmus oder einen Leinsamen-Ei-Ersatz (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser). Der Teig wird etwas fester, aber das Ergebnis ist überraschend gut. Ich hab das mal für einen Freund gemacht, der Veganer ist – er hat nach dem Rezept gefragt.
Variation 4: Mit anderen Früchten
Statt Äpfeln kannst du auch Birnen nehmen – die sind etwas süßer und weicher, also die Backzeit um 10 Minuten verkürzen. Oder eine Mischung aus Äpfeln und Quitten – das gibt eine herrlich herbe Note, die perfekt zu den Rumrosinen passt.
Servieren & Aufbewahren
Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er vollständig ausgekühlt ist – also mindestens 4 Stunden nach dem Backen warten. Ich weiß, das ist eine Geduldsprobe, aber glaub mir: Die Aromen brauchen Zeit, um sich zu verbinden. Warm ist er okay, aber kalt ist er himmlisch.
Serviertemperatur: Zimmertemperatur oder leicht gekühlt. Ich mag ihn mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks geschlagener Sahne – das ist der perfekte Kontrast zum würzigen Apfel-Rum-Aroma. Ein Glas kalte Milch oder ein Espresso dazu? Unschlagbar.
Aufbewahrung: Im Kühlschrank hält sich der Kuchen problemlos 4-5 Tage. Einfach in Frischhaltefolie wickeln oder in einer luftdichten Dose aufbewahren. Er wird sogar noch besser, weil die Aromen über Nacht weiterziehen. Am zweiten Tag schmeckt er oft noch intensiver.
Einfrieren: Ja, das geht! Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, in Stücke schneiden und einzeln in Gefrierbeutel verpacken. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen oder bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden stehen lassen.
Reheating: Wenn du den Kuchen warm magst, leg ihn für 5-10 Minuten bei 150 °C in den Ofen. Oder für 20 Sekunden in die Mikrowelle – aber dann wird der Teig etwas weicher. Ich bevorzuge den Ofen, weil die Kruste dann wieder knusprig wird.
Nährwerte & Gesundheit
Dieser Kuchen ist kein Diätgericht, aber er hat auch seine guten Seiten. Die Äpfel liefern Ballaststoffe und Vitamin C, die Rosinen sind reich an Eisen und Antioxidantien. Und der Rum? Nun ja, in Maßen genossen, kann er die Durchblutung fördern – aber das ist eher ein netter Nebeneffekt.
Geschätzte Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Fett: 15 g
- Kohlenhydrate: 42 g
- davon Zucker: 28 g
- Eiweiß: 4 g
- Ballaststoffe: 3 g
Allergene: Enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für eine vegane Version siehe die Variationen oben. Für eine glutenfreie Version kannst du das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen – ich hab gute Erfahrungen mit der von Schär gemacht, aber der Teig wird etwas brüchiger.
Ich seh diesen Kuchen nicht als „Sünde”, sondern als Genuss in Maßen. Ein Stück am Sonntagnachmittag mit einer Tasse Kaffee – das ist für mich Lebensqualität. Und wenn du auf deine Ernährung achtest, kannst du den Zucker reduzieren oder einen Teil des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen. Aber ehrlich? Manchmal darf es auch einfach richtig lecker sein.
Fazit: Warum du diesen Kuchen backen solltest
Dieser gedeckte Apfelkuchen mit Rumrosinen ist mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Einladung, alte Traditionen neu zu entdecken – mit einer kleinen, mutigen Veränderung. Die Rumrosinen geben ihm eine Tiefe, die man sonst selten in einem einfachen Apfelkuchen findet. Und der Mürbeteig ist so butterzart, dass man einfach nicht aufhören kann zu essen.
Ich liebe diesen Kuchen, weil er mich daran erinnert, dass die besten Dinge im Leben oft die einfachsten sind. Keine komplizierten Techniken, keine exotischen Zutaten – nur gute, ehrliche Handarbeit. Und die Freude, wenn jemand nach dem ersten Bissen einfach nur nickt.
Probier es aus. Pass das Rezept an deine Vorlieben an – weniger Zucker, mehr Zimt, andere Früchte, was immer du magst. Und dann lass mich wissen, wie es gelaufen ist. Schreib einen Kommentar, teile deine Version oder markier mich auf Pinterest. Ich bin gespannt, was du daraus machst!
Und denk dran: Backen ist Liebe, die man essen kann. Also los – ran an den Teig!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Kuchen auch ohne Rum zubereiten?
Ja, absolut! Lass die Rumrosinen einfach weg oder ersetze sie durch in Apfelsaft eingelegte Rosinen. Der Kuchen schmeckt dann fruchtiger, aber immer noch wunderbar. Für das Aroma kannst du einen Schuss Vanilleextrakt oder etwas Orangenschale hinzufügen.
Wie lange muss ich die Rumrosinen einlegen?
Mindestens 24 Stunden, aber je länger, desto besser. Ich leg sie oft eine Woche vorher ein – dann sind sie richtig durchgezogen und geben ihr volles Aroma ab. Wenn es schnell gehen muss, reichen auch 2 Stunden, aber der Geschmack ist dann weniger intensiv.
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, das ist sogar eine gute Idee! Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank lagern. Er wird dann noch geschmeidiger und lässt sich leichter ausrollen. Nimm ihn 10 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird.
Warum wird mein Mürbeteig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das passiert, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter zu warm war. Einfach 1-2 EL kaltes Wasser oder einen weiteren Eigelb dazugeben und kurz durchkneten. Oder den Teig nochmal kalt stellen – manchmal hilft das schon. Keine Panik, das ist normal!
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ja, und er schmeckt nach dem Auftauen fast wie frisch gebacken. Am besten in Stücke schneiden, einzeln in Gefrierbeutel verpacken und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen oder bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden stehen lassen. Kurz im Ofen aufwärmen – dann wird die Kruste wieder knusprig.
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Bester gedeckter Apfelkuchen der Welt mit Rumrosinen – einfaches Rezept
Ein buttriger Mürbeteig umhüllt eine saftige Füllung aus Äpfeln und aromatischen Rumrosinen. Dieser gedeckte Apfelkuchen ist der Beweis, dass alte Hausrezepte mit einer kleinen, mutigen Veränderung plötzlich ganz neu schmecken können.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 55 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 25 Minuten (zzgl. Kühl- und Abkühlzeit)
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 300 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 200 g kalte Butter (in kleine Würfel geschnitten)
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 kg Äpfel (säuerliche Sorte wie Boskoop, Elstar oder Jonagold)
- 100 g Rumrosinen (selbst eingelegt oder gekauft)
- 80 g Zucker (je nach Süße der Äpfel anpassen)
- 1 TL Zimt (gemahlen)
- 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 2 EL Speisestärke
- 2 EL Rum (optional)
- 1 Eigelb (zum Bestreichen)
- 1 EL Milch (zum Verdünnen des Eigelbs)
- 1 EL Hagelzucker (zum Bestreuen)
Instructions
- Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben. Mit den Händen oder einer Küchenmaschine vermischen, bis eine krümelige Masse entsteht.
- Das Ei und den Vanilleextrakt dazugeben. Alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten. Den Teig halbieren, flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Wenn die Rosinen nicht schon vorher eingelegt sind: 100 g Rosinen in eine kleine Schüssel geben, mit dunklem Rum bedecken und mindestens 2 Stunden ziehen lassen (besser über Nacht).
- Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. In dünne Scheiben schneiden (ca. 3-4 mm dick). In eine große Schüssel geben, Zitronensaft drüber träufeln und gut vermischen.
- Zucker, Zimt und Speisestärke mischen und über die Äpfel streuen. Alles gut vermengen. Die Rumrosinen abgießen (den Rum auffangen) und ebenfalls unter die Äpfel mischen. Nach Wunsch einen Schuss des aufgefangenen Rums dazugeben.
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (160 °C Umluft). Die Springform (26 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen oder einfetten.
- Den ersten Teigling auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Kreis von ca. 30 cm Durchmesser ausrollen. Den Teig vorsichtig in die Form legen, am Rand festdrücken und einen Rand von ca. 2-3 cm hochziehen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Die Apfel-Rumrosinen-Mischung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen.
- Den zweiten Teigling ausrollen (ca. 30 cm Durchmesser) und vorsichtig über die Füllung legen. Die Ränder mit den Fingern oder einer Gabel festdrücken. Mit einem scharfen Messer ein paar kleine Einschnitte in den Deckel machen.
- Das Eigelb mit der Milch verquirlen und den Deckel damit bestreichen. Den Hagelzucker gleichmäßig darüber streuen.
- Den Kuchen auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 50-60 Minuten backen. Nach 30 Minuten abdecken, falls die Oberfläche zu dunkel wird. Der Kuchen ist fertig, wenn er goldbraun ist und die Füllung durch die Einschnitte leicht blubbert.
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mindestens 2 Stunden (besser 4 Stunden) warten, bevor der Kuchen angeschnitten wird.
Notes
Die Rumrosinen sollten mindestens 24 Stunden vor dem Backen eingelegt werden, am besten eine Woche vorher. Für eine alkoholfreie Version die Rosinen in Apfelsaft oder Orangensaft einlegen. Der Kuchen schmeckt am besten, wenn er vollständig ausgekühlt ist – die Aromen brauchen Zeit, um sich zu verbinden. Im Kühlschrank hält er sich 4-5 Tage und kann auch eingefroren werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 320
- Sugar: 28
- Sodium: 0.1
- Fat: 15
- Saturated Fat: 9
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 3
- Protein: 4
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