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Ich hatte mir fest vorgenommen, dieses Jahr endlich die perfekten Zimtschnecken zu backen. Fluffig, weich, mit genau der richtigen Menge an Zimt und Zucker – und vor allem ohne diesen trockenen, mehligen Nachgeschmack, den man so oft bekommt. Es dauerte genau drei Versuche, bis ich realisierte, dass das Geheimnis nicht im Teig allein liegt, sondern in der Kombination aus saftigen Äpfeln und einer Glasur, die nicht nur obendrauf klebt, sondern wirklich Teil des Ganzen wird.
Ehrlich gesagt, ich hab anfangs viel zu viel Hefe verwendet. Der Teig ging auf wie ein Luftballon und fiel dann in sich zusammen wie ein schlecht gelaunter Soufflé. Total enttäuschend. Aber wisst ihr, was mir dann aufgegangen ist? Dass Äpfel nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch eine natürliche Süße mitbringen, die den Zucker reduziert und trotzdem dieses unwiderstehliche „Noch-ein-Stück-Gefühl” erzeugt. Und die Frischkäse-Glasur? Die ist nicht nur Deko – sie ist der unerwartete Retter in der Not, wenn mal wieder ein Schneckenende beim Aufrollen reißt (ja, passiert mir ständig).
Also, nach einigen gescheiterten Experimenten und einer Küche, die aussah, als hätte eine Mehlbombe eingeschlagen, habe ich dieses Rezept entwickelt. Es ist nicht nur ein weiteres Zimtschnecken-Rezept – es ist das Ergebnis von Frust, Freude und dem einen speziellen Apfel, der einfach alles verändert hat.
Warum ihr diese fluffigen Apfel-Zimtschnecken lieben werdet
Diese Apfel-Zimtschnecken sind nicht einfach nur ein weiteres Gebäck. Sie sind eine kleine Auszeit vom Alltag. Hier sind die Gründe, warum sie bei euch zur neuen Lieblingsbeschäftigung werden:
- Fluffig wie eine Wolke: Der Teig ist so weich und luftig, dass ihr das Gefühl habt, eine Wolke zu essen. Kein schwerer, kompakter Brotteig – nur pure, zarte Leichtigkeit.
- Saftig durch frische Äpfel: Die Äpfel geben den Schnecken eine natürliche Feuchtigkeit, die sie tagelang frisch hält. Sie werden nicht trocken, selbst wenn sie einen Tag alt sind.
- Frischkäse-Glasur vom Feinsten: Diese Glasur ist kein süßer Zuckerüberzug. Sie ist cremig, leicht säuerlich und schmilzt auf der Zunge. Sie verbindet sich perfekt mit dem Zimt-Apfel-Aroma.
- Einfach zu machen, auch für Anfänger: Keine Angst vor Hefeteig! Ich zeige euch Schritt für Schritt, wie ihr ihn hinkriegt. Es ist einfacher, als ihr denkt.
- Perfekt für gemütliche Herbsttage: Der Duft von Zimt und Äpfeln, der durch die Küche zieht, ist einfach unschlagbar. Diese Schnecken sind der Inbegriff von Gemütlichkeit und Geborgenheit.
Was diese Schnecken von anderen unterscheidet, ist die Methode: Die Äpfel werden nicht einfach in den Teig gegeben, sondern sie werden kurz angedünstet. Das karamellisiert den Zucker und konzentriert den Geschmack. Klingt nach einem extra Schritt – und das ist es auch – aber er ist es so wert. Glaubt mir, der Unterschied ist riesig.
Ich backe diese Schnecken jetzt seit zwei Jahren und sie sind mein absoluter Geheimtipp für jedes Herbstfest oder einfach nur für einen verregneten Sonntagnachmittag. Sie sind der Beweis, dass man mit ein bisschen Geduld und den richtigen Zutaten etwas wirklich Magisches erschaffen kann.
Welche Zutaten ihr braucht
Die Zutatenliste ist überschaubar, aber jede einzelne Zutat hat eine wichtige Aufgabe. Ich zeige euch, worauf ihr achten müsst.
Für den Hefeteig
- 500 g Weizenmehl (Type 550): Das ist das beste Mehl für fluffige Hefeteig. Es hat genug Klebereiweiß für eine schöne Struktur, aber es macht den Teig nicht zäh. Ich schwöre auf Ruf oder Diamant.
- 1 Würfel frische Hefe (42 g): Frische Hefe gibt dem Teig ein unvergleichliches Aroma. Trockenhefe geht auch, aber ich finde, der Teig wird mit frischer Hefe einfach luftiger.
- 250 ml Milch (lauwarm): Die Milch sollte nicht heiß sein, sonst stirbt die Hefe. Lauwarm, wie ein lauwarmer Badetag, ist perfekt.
- 80 g Zucker: Für die Süße und um der Hefe Nahrung zu geben.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Für das besondere Etwas. Selbstgemachter Vanillezucker ist noch besser.
- 80 g weiche Butter: Macht den Teig geschmeidig und sorgt für einen zarten Biss.
- 1 Ei (Größe M): Bindet den Teig und gibt ihm Struktur.
- 1 Prise Salz: Hebt die Aromen hervor und verhindert, dass der Teig zu süß wird.
Für die Apfel-Zimt-Füllung

- 3 mittelgroße Äpfel (z.B. Elstar oder Boskoop): Diese Sorten sind säuerlich und geben beim Backen viel Geschmack ab. Sie werden schön weich, aber nicht matschig.
- 50 g Butter: Zum Andünsten der Äpfel. Das macht den Unterschied!
- 60 g brauner Zucker: Gibt eine leichte Karamellnote und eine schöne Farbe.
- 2 TL Zimt: Das Herzstück der Füllung. Nehmt guten Zimt, am besten Ceylon-Zimt.
- 1 EL Zitronensaft: Verhindert, dass die Äpfel braun werden, und gibt eine frische Note.
Für die Frischkäse-Glasur
- 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe): Der Schlüssel zu einer cremigen Glasur. Er sollte Zimmertemperatur haben, damit sie klumpenfrei wird.
- 80 g Puderzucker: Für die Süße. Siebt ihn vorher, um Klümpchen zu vermeiden.
- 1-2 EL Milch: Zum Verdünnen der Glasur. Fangt mit 1 EL an und gebt bei Bedarf mehr hinzu.
- 1 TL Vanilleextrakt: Für das Aroma. Macht die Glasur unwiderstehlich.
Welche Küchengeräte ihr benötigt
Ihr braucht keine spezielle Profi-Ausstattung. Die meisten Dinge habt ihr bestimmt schon zu Hause.
- Große Rührschüssel: Für den Teig. Eine Schüssel aus Edelstahl oder Glas ist ideal.
- Handrührgerät mit Knethaken oder Küchenmaschine: Das Kneten mit der Maschine spart Zeit und Nerven. Aber mit der Hand geht es auch – dann müsst ihr den Teig etwa 10 Minuten kräftig kneten.
- Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Ein glattes Nudelholz ist besser als eines mit Griffen.
- Backblech oder eckige Backform (ca. 20×30 cm): Eine Form mit hohem Rand ist perfekt, damit die Schnecken beim Backen nicht auseinanderfallen.
- Backpapier: Spart das Einfetten und die Schnecken lassen sich leichter lösen.
- Kleiner Topf oder Pfanne: Zum Andünsten der Äpfel.
- Küchenwaage und Messbecher: Für genaue Mengen. Backen ist eine Wissenschaft, auch wenn es sich manchmal wie Zauberei anfühlt.
Zubereitung: Schritt für Schritt zu fluffigen Apfel-Zimtschnecken
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, ich führe euch durch jeden Schritt. Atmet tief durch und fangt an.
Schritt 1: Der Hefeteig
- Die Milch in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle leicht erwärmen. Sie sollte lauwarm sein, nicht heiß. Die frische Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und 1 EL Zucker dazugeben. Einmal umrühren und dann 10 Minuten stehen lassen. Es sollte eine schaumige Schicht entstehen – das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist.
- In einer großen Schüssel das Mehl, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und das Salz vermischen.
- Die Hefe-Milch-Mischung, das Ei und die weiche Butter zu den trockenen Zutaten geben.
- Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Das dauert etwa 5-7 Minuten mit der Maschine oder 10 Minuten von Hand. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen und elastisch sein. Er darf noch leicht kleben, aber nicht mehr matschig.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. in der Nähe der Heizung oder im ausgeschalteten Ofen bei 30°C) für etwa 45-60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Schritt 2: Die Apfel-Zimt-Füllung
- Während der Teig geht, die Äpfel vorbereiten. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine, etwa 1 cm große Würfel schneiden. Nicht zu fein, sonst werden sie zu Mus.
- In einer kleinen Pfanne oder einem Topf die 50 g Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Apfelwürfel dazugeben und 2-3 Minuten unter Rühren andünsten. Sie sollen weich werden, aber nicht zerfallen.
- Den braunen Zucker und den Zimt dazugeben, den Zitronensaft hinzufügen und alles gut vermischen. Die Äpfel noch eine Minute köcheln lassen, bis der Zucker karamellisiert und eine sämige Masse entsteht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Schritt 3: Die Schnecken formen
- Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten, um die Luftblasen zu entfernen.
- Den Teig zu einem Rechteck von etwa 30×40 cm ausrollen. Die Dicke sollte etwa 0,5 cm betragen.
- Die abgekühlte Apfel-Zimt-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Lasst dabei einen Rand von etwa 2 cm am oberen, langen Ende frei, damit die Schnecken später gut verschlossen werden können.
- Den Teig von der langen Seite her vorsichtig aufrollen. Rollt nicht zu fest, sonst quetscht ihr die Füllung heraus. Die Rolle sollte gleichmäßig dick sein.
- Die Rolle in etwa 12 gleich große Scheiben schneiden. Ich benutze dafür ein scharfes Messer, das ich nach jedem Schnitt kurz unter kaltes Wasser halte – das verhindert, dass der Teig klebt. Ihr könnt auch Zahnseide (ungeschmackt!) verwenden, für besonders saubere Schnitte.
- Die Schnecken mit etwas Abstand in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 20×30 cm) setzen. Die Schnittkante sollte nach oben oder unten zeigen – das ist Geschmackssache. Ich lege sie immer mit der Schnittkante nach oben, weil sie dann schöner aussehen.
- Die Schnecken noch einmal abdecken und für weitere 20-30 Minuten gehen lassen. Sie sollen sich berühren und etwas aufgehen.
Schritt 4: Backen
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen.
- Die Schnecken auf der mittleren Schiene für etwa 25-30 Minuten backen. Sie sollen goldbraun sein und die Füllung leicht blubbern. Macht die Stäbchenprobe: Wenn ein Holzstäbchen sauber herauskommt, sind sie fertig.
- Die Schnecken aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
Schritt 5: Die Frischkäse-Glasur
- Während die Schnecken abkühlen, die Glasur zubereiten. Den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren.
- Den Puderzucker sieben und nach und nach zum Frischkäse geben. Unterrühren, bis eine glatte Creme entsteht.
- Den Vanilleextrakt und 1 EL Milch dazugeben. Alles gut verrühren. Die Glasur sollte dickflüssig sein, aber noch vom Löffel fließen. Wenn sie zu dick ist, noch einen Schluck Milch hinzufügen.
- Die noch lauwarmen Schnecken großzügig mit der Glasur bestreichen. Sie läuft dann schön in die Zwischenräume.
Tipps und Tricks für perfekte Apfel-Zimtschnecken
Ich habe bei meinen ersten Versuchen so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Hier sind meine gesammelten Erfahrungen, damit ihr nicht die gleichen Fehler macht.
- Die richtige Apfelsorte: Verwendet säuerliche Äpfel wie Elstar, Boskoop oder Jonagold. Sie geben beim Backen viel Geschmack ab und werden schön weich, aber nicht matschig. Süße Äpfel wie Gala oder Fuji sind zu süß und werden oft zu Brei.
- Nicht zu viel Mehl: Der Teig darf ruhig etwas kleben. Wenn ihr zu viel Mehl hinzufügt, werden die Schnecken trocken und schwer. Vertraut auf die Geduld beim Kneten.
- Die ideale Gehzeit: Gebt dem Teig genug Zeit zum Gehen. Ein warmer Ort ist entscheidend. Wenn eure Küche kalt ist, stellt die Schüssel in den ausgeschalteten Ofen mit einer Schüssel heißem Wasser darunter. Die Feuchtigkeit hilft dem Teig, schön aufzugehen.
- Das richtige Schneiden: Wenn ihr die Rolle schneidet, drückt nicht zu fest. Ein scharfes Messer oder Zahnseide sind die besten Werkzeuge. Ich habe einmal versucht, sie mit einem stumpfen Brotmesser zu schneiden – das Ergebnis war eine Katastrophe.
- Nicht zu heiß backen: Backt die Schnecken bei moderater Hitze. Wenn der Ofen zu heiß ist, werden sie außen braun, aber innen bleiben sie roh. 180°C Ober-/Unterhitze ist perfekt.
- Die Glasur warm auftragen: Tragt die Glasur auf, solange die Schnecken noch lauwarm sind. So verteilt sie sich besser und zieht in die Zwischenräume ein. Wenn ihr sie auf kalte Schnecken gebt, bleibt sie einfach oben drauf liegen.
Variationen und Anpassungen
Dieses Rezept ist eine tolle Basis, die ihr nach Lust und Laune abwandeln könnt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
- Mit Nüssen: Streut vor dem Aufrollen eine Handvoll gehackte Walnüsse oder Pekannüsse auf die Apfelfüllung. Sie geben einen schönen Crunch und passen perfekt zum Herbst.
- Mit Rosinen: Wer es fruchtiger mag, kann eine Handvoll Rosinen zu den Äpfeln geben. Ich weiche sie vorher kurz in Rum oder Apfelsaft ein – das macht sie schön saftig.
- Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch Margarine oder Kokosöl, die Milch durch Hafermilch und das Ei durch einen Esslöffel Leinsamenmehl mit 3 EL Wasser (Leinsamen-Ei). Für die Glasur nehmt ihr veganen Frischkäse. Funktioniert einwandfrei.
- Glutenfrei: Verwendet eine glutenfreie Mehlmischung für Hefeteig. Die Konsistenz wird etwas anders sein, aber sie schmecken trotzdem lecker. Achtet darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, damit der Teig zusammenhält.
- Mit Birnen: Statt Äpfeln könnt ihr auch Birnen verwenden. Sie sind etwas süßer und weicher, also passt die Backzeit an. Ich mag die Kombination aus Birne und Zimt sehr gerne.
Servieren und Aufbewahren
Die Schnecken schmecken am besten, wenn sie noch lauwarm sind und die Glasur schön schmilzt. Aber auch kalt sind sie ein Gedicht.
- Servieren: Serviert die Schnecken auf einer schönen Platte, mit einem Klecks extra Frischkäse-Glasur obendrauf. Ein Klecks Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis machen sie noch dekadenter. Ein frischer Kaffee oder ein Glas Milch passen perfekt dazu.
- Aufbewahren: Die Schnecken bleiben in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur etwa 2-3 Tage frisch. Stellt sie nicht in den Kühlschrank, da werden sie trocken. Die Glasur kann bei Kühlschranktemperatur etwas fest werden, also lasst sie vor dem Servieren kurz bei Raumtemperatur stehen.
- Einfrieren: Ihr könnt die ungebackenen Schnecken auch einfrieren. Dazu formt ihr die Schnecken, legt sie auf ein Blech und friert sie ein. Sobald sie gefroren sind, packt sie in einen Gefrierbeutel. Zum Backen taut ihr sie über Nacht im Kühlschrank auf und lasst sie dann nochmal 20 Minuten gehen, bevor ihr sie backt.
- Aufwärmen: Die Schnecken lassen sich wunderbar aufwärmen. Einfach für 5-10 Minuten bei 150°C in den Ofen geben. Dann schmecken sie fast wie frisch gebacken. In der Mikrowelle werden sie leider schnell matschig.
Nährwertangaben und gesundheitliche Aspekte
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich finde es trotzdem wichtig, einen groben Überblick zu haben. Diese Schnecken sind ein Genussmittel, aber sie haben auch ein paar positive Seiten.
| Nährwert | Pro Stück (ca.) |
|---|---|
| Kalorien | 350-400 kcal |
| Kohlenhydrate | 45-50 g |
| Fett | 15-20 g |
| Eiweiß | 6-8 g |
- Äpfel: Sie sind reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Antioxidantien. Die Ballaststoffe fördern die Verdauung und halten lange satt.
- Zimt: Zimt hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann den Blutzuckerspiegel regulieren. Ein echter Superstar der Gewürze.
- Frischkäse: Er liefert Eiweiß und Kalzium. In Maßen genossen, ist er ein guter Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz habe ich oben bereits Anpassungen vorgeschlagen. Diese Schnecken sind nicht gerade ein Diätgericht, aber sie sind ein Stück Seelenfutter, das man sich ab und zu gönnen sollte. Und wisst ihr was? Das ist völlig in Ordnung.
Fazit
Diese fluffigen Apfel-Zimtschnecken mit Frischkäse-Glasur sind für mich der Inbegriff von Herbstglück. Sie sind nicht nur unglaublich lecker, sondern auch ein kleines Projekt, das die Küche mit einem unwiderstehlichen Duft erfüllt und einem das Gefühl gibt, etwas Besonderes geschaffen zu haben. Der Teig ist weich, die Füllung saftig und die Glasur einfach perfekt.
Ich lade euch ein, dieses Rezept auszuprobieren und es nach euren eigenen Vorlieben zu gestalten. Vielleicht mit mehr Zimt, mit anderen Äpfeln oder mit einer Prise Kardamom im Teig. Das Schöne am Backen ist, dass man immer etwas Neues entdecken kann.
Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren erzählt, wie eure Schnecken gelungen sind. Welche Apfelsorte habt ihr verwendet? Habt ihr eine eigene Variante ausprobiert? Teilt eure Erfahrungen und Fotos mit mir – ich bin schon gespannt! Und wenn euch das Rezept gefällt, freue ich mich über eine Weiterleitung an eure Freunde oder ein Pin auf Pinterest.
Bis zum nächsten Mal und happy baking!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich statt frischer Hefe auch Trockenhefe verwenden?
Ja, das geht. Für 1 Würfel frische Hefe (42 g) nehmt ihr 2 Päckchen Trockenhefe (je 7 g). Die Trockenhefe könnt ihr direkt mit dem Mehl vermischen, ohne sie vorher in Milch aufzulösen. Die Milch sollte dann aber etwas wärmer sein (ca. 40°C), damit sie die Hefe aktiviert.
Warum sind meine Schnecken nach dem Backen trocken?
Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht habt ihr zu viel Mehl verwendet, den Teig zu lange geknetet oder zu heiß gebacken. Achtet darauf, dass der Teig schön weich ist, und backt die Schnecken nicht zu lange. Die Äpfel geben auch Feuchtigkeit, also sollten sie eigentlich saftig bleiben.
Kann ich die Schnecken auch am Vortag vorbereiten?
Ja, das ist eine gute Idee, wenn ihr Zeit sparen wollt. Bereitet die Schnecken bis zum Formen vor, deckt sie ab und stellt sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nehmt ihr sie eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank, lasst sie bei Raumtemperatur gehen und backt sie dann wie gewohnt.
Die Glasur ist mir zu süß. Kann ich sie weniger süß machen?
Klar, probiert es mit weniger Puderzucker. Ich benutze manchmal nur 60 g Puderzucker und gebe stattdessen einen Spritzer Zitronensaft dazu. Das gibt eine schöne Säure, die die Süße ausgleicht. Oder ihr lasst den Vanilleextrakt weg und nehmt etwas mehr Zitronensaft.
Kann ich die Schnecken ohne Frischkäse-Glasur machen?
Ja, natürlich. Ihr könnt sie auch mit einer einfachen Puderzucker-Milch-Glasur bestreichen oder sie pur genießen. Die Füllung ist ja schon süß genug. Ich persönlich liebe die Kombination mit Frischkäse, aber Geschmäcker sind verschieden.
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Beste fluffige Apfel-Zimtschnecken mit Frischkäse-Glasur
Diese fluffigen Apfel-Zimtschnecken mit cremiger Frischkäse-Glasur sind der Inbegriff von Herbstglück. Der Teig ist weich wie eine Wolke, die Füllung saftig durch frische Äpfel und die Glasur einfach perfekt.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 25-30 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 55 Minuten - 2 Stunden
- Yield: 12 Stück 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 550)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g)
- 250 ml Milch (lauwarm)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 80 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 3 mittelgroße Äpfel (z.B. Elstar oder Boskoop)
- 50 g Butter
- 60 g brauner Zucker
- 2 TL Zimt
- 1 EL Zitronensaft
- 200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
- 80 g Puderzucker
- 1–2 EL Milch
- 1 TL Vanilleextrakt
Instructions
- Die Milch in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle leicht erwärmen. Sie sollte lauwarm sein, nicht heiß. Die frische Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und 1 EL Zucker dazugeben. Einmal umrühren und dann 10 Minuten stehen lassen. Es sollte eine schaumige Schicht entstehen – das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist.
- In einer großen Schüssel das Mehl, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und das Salz vermischen.
- Die Hefe-Milch-Mischung, das Ei und die weiche Butter zu den trockenen Zutaten geben.
- Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Das dauert etwa 5-7 Minuten mit der Maschine oder 10 Minuten von Hand. Der Teig soll sich vom Schüsselrand lösen und elastisch sein. Er darf noch leicht kleben, aber nicht mehr matschig.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurücklegen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort (z.B. in der Nähe der Heizung oder im ausgeschalteten Ofen bei 30°C) für etwa 45-60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
- Während der Teig geht, die Äpfel vorbereiten. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine, etwa 1 cm große Würfel schneiden. Nicht zu fein, sonst werden sie zu Mus.
- In einer kleinen Pfanne oder einem Topf die 50 g Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Apfelwürfel dazugeben und 2-3 Minuten unter Rühren andünsten. Sie sollen weich werden, aber nicht zerfallen.
- Den braunen Zucker und den Zimt dazugeben, den Zitronensaft hinzufügen und alles gut vermischen. Die Äpfel noch eine Minute köcheln lassen, bis der Zucker karamellisiert und eine sämige Masse entsteht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten, um die Luftblasen zu entfernen.
- Den Teig zu einem Rechteck von etwa 30×40 cm ausrollen. Die Dicke sollte etwa 0,5 cm betragen.
- Die abgekühlte Apfel-Zimt-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Lasst dabei einen Rand von etwa 2 cm am oberen, langen Ende frei, damit die Schnecken später gut verschlossen werden können.
- Den Teig von der langen Seite her vorsichtig aufrollen. Rollt nicht zu fest, sonst quetscht ihr die Füllung heraus. Die Rolle sollte gleichmäßig dick sein.
- Die Rolle in etwa 12 gleich große Scheiben schneiden. Ich benutze dafür ein scharfes Messer, das ich nach jedem Schnitt kurz unter kaltes Wasser halte – das verhindert, dass der Teig klebt. Ihr könnt auch Zahnseide (ungeschmackt!) verwenden, für besonders saubere Schnitte.
- Die Schnecken mit etwas Abstand in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 20×30 cm) setzen. Die Schnittkante sollte nach oben oder unten zeigen – das ist Geschmackssache. Ich lege sie immer mit der Schnittkante nach oben, weil sie dann schöner aussehen.
- Die Schnecken noch einmal abdecken und für weitere 20-30 Minuten gehen lassen. Sie sollen sich berühren und etwas aufgehen.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen.
- Die Schnecken auf der mittleren Schiene für etwa 25-30 Minuten backen. Sie sollen goldbraun sein und die Füllung leicht blubbern. Macht die Stäbchenprobe: Wenn ein Holzstäbchen sauber herauskommt, sind sie fertig.
- Die Schnecken aus dem Ofen nehmen und in der Form auf einem Kuchengitter etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
- Während die Schnecken abkühlen, die Glasur zubereiten. Den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren.
- Den Puderzucker sieben und nach und nach zum Frischkäse geben. Unterrühren, bis eine glatte Creme entsteht.
- Den Vanilleextrakt und 1 EL Milch dazugeben. Alles gut verrühren. Die Glasur sollte dickflüssig sein, aber noch vom Löffel fließen. Wenn sie zu dick ist, noch einen Schluck Milch hinzufügen.
- Die noch lauwarmen Schnecken großzügig mit der Glasur bestreichen. Sie läuft dann schön in die Zwischenräume.
Notes
Verwendet säuerliche Äpfel wie Elstar, Boskoop oder Jonagold. Der Teig darf ruhig etwas kleben; nicht zu viel Mehl hinzufügen. Gebt dem Teig genug Zeit zum Gehen an einem warmen Ort. Tragt die Glasur auf, solange die Schnecken noch lauwarm sind.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 375
- Sugar: 22
- Sodium: 150
- Fat: 17
- Saturated Fat: 10
- Carbohydrates: 47
- Fiber: 2
- Protein: 7
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