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Die Sonne steht schon tief und wirft lange Schatten durch das Küchenfenster. Auf dem Holztisch liegt eine Schale mit dunkelvioletten Feigen, so reif, dass die Haut an manchen Stellen fast aufplatzt. Ich habe sie heute Morgen auf dem Wochenmarkt gekauft, als die Luft noch kühl war und der Herbst zum ersten Mal richtig durch die Gassen zog. Es ist diese besondere Zeit im Jahr, in der ich nichts Schnelles oder Lautes backen will – sondern etwas, das die Stille respektiert. Die Feigen-Tarte mit Mandelcreme ist genau das: ein Rezept, das nicht drängelt, sondern wartet, bis die Aromen sich entfalten. Ich liebe es, wie die süße, fast schon honigartige Frucht auf dem nussigen Mandelbett liegt, umhüllt von einem buttrigen Mürbeteig, der auf der Zunge zergeht. Ehrlich? Dieses Rezept ist für mich wie eine tiefe Ausatmung nach einem langen Tag. Es erfordert keine Hektik, nur ein bisschen Geduld und die Freude daran, etwas Schönes mit den Händen zu formen. Und genau das macht es so unwiderstehlich.
Warum du diese Feigen-Tarte mit Mandelcreme lieben wirst
Ich habe dieses Rezept unzählige Male getestet, bis die Balance zwischen der saftigen Frucht und der cremigen Mandelfüllung perfekt war. Es ist nicht einfach nur ein weiteres Obstkuchen-Rezept – es ist das Ergebnis vieler kleiner Anpassungen und einem Aha-Moment, als ich die Mandelcreme zum ersten Mal mit einem Spritzer Amaretto verfeinerte. Du wirst sehen, warum dieses Gebäck so besonders ist:
- Schnell & einfach: Der Mürbeteig ist in 10 Minuten zusammengerührt und braucht keine lange Kühlzeit. Perfekt für spontane Backideen am Wochenende.
- Wenige, aber edle Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder Spezialitäten. Feigen, Mandeln, Butter und Mehl – das war es fast schon. Die meisten Dinge hast du bestimmt zu Hause.
- Der Star der Herbsttafel: Ob zum Sonntagskaffee mit der Familie oder als elegantes Dessert nach einem festlichen Abendessen – diese Tarte ist immer ein Hingucker.
- Ein Gedicht aus Texturen: Der knusprige Rand, die samtige Mandelcreme und die weichen, fast karamellisierten Feigen – jeder Bissen ist eine kleine Entdeckungsreise.
- Unverschämt lecker: Die Kombination aus süßen Feigen und erdigen Mandeln ist einfach himmlisch. Ich habe noch niemanden getroffen, der nach dem ersten Stück nicht noch eines wollte.
Was diese Feigen-Tarte von anderen Rezepten unterscheidet? Es ist die Zubereitung der Mandelcreme. Statt sie nur grob unterzurühren, wird sie kurz aufgeschlagen, bis sie schön luftig ist. Das macht den Unterschied zwischen einer guten und einer unvergesslichen Tarte. Und genau das ist es, was ich dir heute zeigen möchte – eine Tarte, die dich nach dem ersten Bissen innehalten lässt.
Was du für die Zutaten wissen musst
Dieses Rezept lebt von der Qualität seiner wenigen, aber feinen Zutaten. Ich zeige dir, worauf du achten solltest, damit deine saftige Feigen-Tarte mit Mandelcreme perfekt gelingt. Die meisten Zutaten sind übrigens echte Vorratskammer-Stars.
Für den Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405): Das Mehl bildet die Basis für unseren knusprigen Teig. Ich verwende am liebsten das klassische Haushaltsmehl, da es eine schöne, zarte Krümelstruktur ergibt. Du kannst auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann wird der Teig etwas nussiger im Geschmack.
- 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln: Die Butter muss wirklich kalt sein – das ist das Geheimnis eines perfekten Mürbeteigs. Ich nehme immer die Marke Meggle oder Weihenstephan, weil sie einen hohen Fettgehalt haben und den Teig besonders mürbe machen.
- 80 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und sorgt für eine feinere Textur. Kein Problem, wenn du nur normalen Zucker hast – siebe ihn dann einfach kurz.
- 1 Prise Salz: Das Salz ist kein Fehler! Es hebt den Geschmack der Butter und der Feigen hervor und verhindert, dass die Tarte zu süß schmeckt.
- 1 Eigelb (Größe M): Das Eigelb bindet den Teig und macht ihn geschmeidig. Das Eiweiß hebe ich übrigens auf und verarbeite es am nächsten Tag zu einem Omelett.
- 2-3 EL kaltes Wasser: Nur so viel, bis der Teig gerade zusammenhält. Zu viel Wasser macht ihn zäh.
Für die Mandelcreme
- 150 g gemahlene Mandeln (ohne Haut): Die gemahlenen Mandeln sind das Herzstück der Füllung. Achte darauf, dass sie nicht zu alt sind, sonst schmecken sie ranzig. Ich kaufe meine immer in einem türkischen Supermarkt um die Ecke – dort sind sie besonders frisch und günstig.
- 100 g weiche Butter: Im Gegensatz zum Teig sollte die Butter für die Creme schön weich sein, damit sie sich cremig schlagen lässt.
- 100 g Zucker: Ich verwende feinen Backzucker, aber auch brauner Zucker gibt der Creme eine leichte Karamellnote, die wunderbar zu den Feigen passt.
- 2 Eier (Größe M), Zimmertemperatur: Eier mit Zimmertemperatur lassen sich besser unter die Butter schlagen und die Creme wird luftiger. Nimm sie einfach 30 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank.
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote: Vanille und Mandeln sind ein Traumpaar. Das echte Vanillemark gibt der Creme eine unvergleichliche Tiefe. Wenn du Vanillezucker nimmst, reduziere den normalen Zucker um 10 g.
- 1 EL Amaretto (optional, aber empfohlen): Der Amaretto unterstreicht den Mandelgeschmack auf eine Art, die man nicht direkt benennen kann. Für eine alkoholfreie Version nimmst du einfach 1 TL Mandelaroma oder lässt es ganz weg.
Für den Belag
- 6-8 frische Feigen: Die Feigen sollten reif, aber noch fest sein. Sie geben beim Backen viel Saft ab, was die Tarte schön saftig macht. Drücke vorsichtig auf die Schale – gibt sie leicht nach, sind sie perfekt. Im Herbst habe ich die besten Erfahrungen mit Feigen aus der Türkei oder Italien gemacht.
- 2 EL gehobelte Mandeln: Sie werden kurz vor Ende der Backzeit über die Tarte gestreut und geben einen herrlichen Crunch.
- 2 EL Aprikosenmarmelade oder Feigenkonfitüre (zum Bestreichen): Das ist der letzte Schliff. Die Marmelade wird erwärmt und über die fertige Tarte gepinselt – das gibt ihr einen wunderschönen Glanz und schützt die Feigen vor dem Austrocknen. Du kannst auch unsere hausgemachte Erdbeer-Rhabarber-Konfitüre mit Rosmarin verwenden, die verleiht eine interessante, leicht herbe Note. Oder du greifst zu einem Klecks frischer Erdbeermarmelade mit Vanille und Chiasamen, falls du noch welche im Kühlschrank hast.
Das richtige Equipment für die Feigen-Tarte
Du brauchst keine teure Profi-Ausstattung, um diese Tarte zu backen. Mit ein paar grundlegenden Dingen kommst du bestens zurecht. Ich verwende meistens meine bewährte Tarteform mit herausnehmbarem Boden – die hat mir schon unzählige Kuchen gerettet.
- Tarteform (28 cm Durchmesser) mit herausnehmbarem Boden: Die klassische Form mit dem gewellten Rand ist ideal. Wenn du keine hast, tut es auch eine Springform, nur dass der Rand dann nicht so hübsch geriffelt ist. Eine Silikonform ist weniger geeignet, da der Mürbeteig darin nicht so knusprig wird.
- Küchenmaschine oder Handrührgerät: Für den Mürbeteig reichen deine Hände völlig aus – ich knete ihn immer kurz und schnell. Für die Mandelcreme ist ein Handrührer aber Gold wert, weil die Butter schön schaumig werden muss.
- Schüsseln in verschiedenen Größen: Eine große für den Teig, eine mittlere für die Creme.
- Nudelholz: Zum Ausrollen des Mürbeteigs. Ein kaltes Nudelholz verhindert, dass der Teig klebt.
- Backpapier und Hülsenfrüchte (oder Keramik-Kugeln): Zum Blindbacken des Bodens. Das verhindert, dass der Teig Blasen wirft und zu stark aufgeht.
- Pinsel: Zum Bestreichen der fertigen Tarte mit der warmen Marmelade.
Ein Tipp von mir: Wenn du keinen Nudelholz hast, kannst du den Teig auch mit den Fingern direkt in der Form gleichmäßig andrücken. Das geht oft sogar schneller und der Boden wird genauso gut. Einfach den Teig in die Form geben und mit den Fingerknöcheln flach drücken.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt zur perfekten Feigen-Tarte
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich habe die Schritte so detailliert wie möglich beschrieben, damit wirklich alles klappt. Nimm dir Zeit – backen ist schließlich auch eine Form von Meditation.
Schritt 1: Der Mürbeteig (15 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit)
Gib das Mehl, den Puderzucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Verteile die kalten Butterwürfel darauf. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Arbeite die Butter mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer zügig in das Mehl ein, bis die Mischung wie feuchter Sand aussieht. Es dürfen ruhig noch ein paar kleine Butterstückchen zu sehen sein – die machen den Teig später besonders mürbe. Gib dann das Eigelb und 2 EL kaltes Wasser dazu und vermische alles nur so lange, bis der Teig gerade zusammenhält. Forme ihn zu einer flachen Scheibe, wickle sie in Frischhaltefolie und lege sie für 30 Minuten in den Kühlschrank. Mein erster Mürbeteig war damals eine Katastrophe – zu warm, zu weich, ich hab ewig geknetet. Seitdem weiß ich: Hände weg, sobald der Teig zusammenhält!
Schritt 2: Die Mandelcreme (10 Minuten)
Während der Teig kühlt, bereitest du die Mandelcreme vor. Schlage die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in einer mittelgroßen Schüssel mit dem Handrührer schaumig. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Die Masse sollte hell und cremig sein. Gib dann die Eier einzeln hinzu und schlage jedes gut unter, bis eine homogene Masse entsteht. Jetzt kommen die gemahlenen Mandeln und der Amaretto dazu. Rühre alles nur so lange unter, bis es sich verbunden hat. Die Creme wird jetzt ziemlich fest aussehen – das ist genau richtig.
Schritt 3: Den Teig vorbereiten und blindbacken (20 Minuten + 15 Minuten Backzeit)
Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (Umluft 160°C). Rolle den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig aus, etwa 3-4 mm dick. Lege ihn vorsichtig in die Tarteform und drücke den Rand gut an. Ein überstehender Teigrand wird einfach mit einem Messer abgeschnitten. Steche den Boden mehrmals mit einer Gabel ein – das verhindert, dass er beim Backen Blasen wirft. Lege ein Stück Backpapier auf den Teig und fülle es mit den Hülsenfrüchten oder den Keramik-Kugeln. Backe den Boden für 15 Minuten. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar! Ohne Blindbacken wird der Boden matschig, weil die Mandelcreme zu viel Feuchtigkeit abgibt. Nimm dann das Backpapier mit den Hülsenfrüchten heraus und backe den Boden für weitere 5 Minuten, damit er leicht Farbe nimmt.
Schritt 4: Die Feigen vorbereiten (5 Minuten)
Wasche die Feigen vorsichtig und tupfe sie trocken. Schneide den harten Stielansatz ab. Jetzt hast du die Wahl: Du kannst die Feigen halbieren oder in dünne Scheiben schneiden. Für eine besonders schöne Optik schneide ich sie gerne in vier Spalten und setze sie dann kreisförmig auf die Creme. Wenn die Feigen sehr groß sind, reichen 6 Stück, bei kleineren nimmst du 8.
Schritt 5: Die Tarte fertigstellen und backen (25-30 Minuten)
Verteile die Mandelcreme gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden. Jetzt kommen die Feigen darauf – setze sie mit der Schnittfläche nach oben hinein, leicht in die Creme gedrückt. Backe die Tarte für 20 Minuten. Dann streust du die gehobelten Mandeln darüber und backst sie für weitere 5-10 Minuten, bis die Creme goldbraun ist und die Mandeln duften. Die Tarte ist fertig, wenn die Creme in der Mitte noch leicht wackelt, aber nicht mehr flüssig ist.
Schritt 6: Der Glanz (5 Minuten)
Während die Tarte noch warm ist, erwärmst du die Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis sie flüssig ist. Pinsle sie vorsichtig über die Feigen und den Rand der Tarte. Das gibt nicht nur einen schönen Glanz, sondern hält die Früchte auch schön saftig. Lass die Tarte vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen, bevor du sie anschneidest. Geduld, mein Freund! Eine warme Tarte zerfällt beim Schneiden. Die Aromen entfalten sich erst richtig, wenn sie abgekühlt ist.
Backtipps & Techniken für die perfekte Feigen-Tarte
Im Laufe der Jahre habe ich so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit deine Tarte jedes Mal gelingt.
- Der Teig darf nicht warm werden: Wenn der Mürbeteig beim Ausrollen klebt, lege ihn kurz zurück in den Kühlschrank. Warme Butter macht den Teig weich und brüchig. Arbeite immer zügig.
- Die richtige Feige: Nicht jede Feige ist gleich. Zu harte Früchte schmecken fade, zu weiche zerfallen beim Backen. Die perfekte Feige gibt auf leichten Druck sanft nach, ist aber noch formstabil. Wenn du nur sehr reife Feigen hast, schneide sie etwas dicker, damit sie nicht zu Matsch werden.
- Die Creme nicht überrühren: Sobald die Mandeln untergehoben sind, hör auf zu rühren. Sonst wird die Creme zu fest und die Tarte trocken. Die gemahlenen Mandeln saugen sich mit Flüssigkeit voll – das braucht seine Zeit.
- Blindbacken ist der Schlüssel: Ich weiß, es ist ein extra Schritt. Aber glaub mir, ein knuspriger Boden ist der Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Tarte. Wer keine Hülsenfrüchte hat, kann auch Reis oder einfache Kaffeefiltertüten als Gewicht verwenden.
- Multitasking beim Backen: Während der Teig kühlt, bereite ich meist schon die Mandelcreme vor. Und während die Tarte im Ofen ist, räume ich die Küche auf. So bleibt der Genuss stressfrei.
Ein kleiner Fail von mir: Ich habe einmal vergessen, den Teig vor dem Blindbacken mit der Gabel einzustechen. Der Boden hat sich zu einer riesigen Blase aufgeworfen und sah aus wie ein UFO. Seitdem ist das Einstechen mein erster Schritt nach dem Ausrollen.
Variationen & Anpassungen – Mach die Tarte zu deiner
Das Schöne an dieser Feigen-Tarte ist, dass sie sich wunderbar an deine Vorlieben anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die fantastisch schmecken.
- Vegane Variante: Ersetze die Butter in Teig und Creme durch vegane Blockbutter (z.B. Alsan). Die Eier in der Mandelcreme kannst du durch 2 EL Apfelmus ersetzen – die Tarte wird dann etwas kompakter, aber immer noch lecker. Für den Glanz nimmst du Ahornsirup statt Marmelade.
- Glutenfrei: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung für den Mürbeteig. Achte darauf, dass sie Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst bröselt der Teig. Die gemahlenen Mandeln sind ja bereits glutenfrei.
- Andere Früchte: Im Sommer liebe ich diese Tarte mit saftigen Birnen oder Pfirsichen. Im Herbst passen auch Quitten oder Äpfel wunderbar. Achte nur darauf, dass die Früchte nicht zu wässrig sind – sonst die Creme zuerst mit etwas Speisestärke bestäuben. Für ein sommerliches Obstkuchen-Gefühl kannst du auch einen Blick auf unseren knusprigen sommerlichen Obstkuchen mit Mürbeteig werfen.
- Mit Schokolade: Streue 50 g dunkle Schokoraspeln vor dem Backen über die Mandelcreme. Die Kombination aus Feige, Mandel und Schokolade ist einfach göttlich. Probiert es aus!
- Als Dessert im Glas: Zerbrösele den gebackenen Mürbeteig, schichte ihn mit der Mandelcreme und gewürfelten Feigen in Gläser. Ein schnelles, elegantes Dessert für Gäste, das ganz ohne Backen auskommt.
Servieren & Aufbewahren – Damit die Tarte lange Freude macht
Eine Feigen-Tarte schmeckt am besten am Tag der Zubereitung, aber auch am nächsten Tag ist sie noch ein Genuss. Hier erfährst du, wie du sie richtig servierst und lagerst.
Servieren: Die Tarte schmeckt lauwarm oder bei Zimmertemperatur am besten. Ich serviere sie gerne mit einem Klecks geschlagener Sahne oder einer Kugel Vanilleeis – der Kontrast zwischen der warmen Tarte und der kalten Sahne ist einfach himmlisch. Dazu passt ein starker Espresso oder ein Glas Dessertwein. Wenn du sie für eine Kaffeetafel anrichtest, bestäube sie kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker – das sieht nicht nur schön aus, sondern gibt auch eine extra Süße.
Aufbewahrung: Die abgekühlte Tarte kannst du in einem luftdichten Behälter oder unter einer Kuchenglocke im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält sich so 2-3 Tage. Allerdings wird der Mürbeteig durch die Feuchtigkeit der Früchte mit der Zeit etwas weicher – das ist normal und macht sie nicht schlecht. Tipp: Wenn du sie am nächsten Tag isst, lass sie 30 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Aromen wieder zur Geltung kommen.
Einfrieren: Du kannst die ungebackene Tarte (ohne den Glanz) einfrieren. Wickle sie dafür gut in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. Sie hält sich so bis zu 3 Monate. Zum Backen taust du sie über Nacht im Kühlschrank auf und backst sie dann wie beschrieben. Die gebackene Tarte einzufrieren ist auch möglich, aber der Teig wird dann etwas weicher – schmeckt aber immer noch gut.
Reheating: Wenn du ein einzelnes Stück aufwärmen möchtest, lege es für 5 Minuten in den auf 150°C vorgeheizten Ofen. Die Mikrowelle ist nicht ideal, da die Feigen dann zu weich werden und die Creme austrocknet.
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich finde es trotzdem spannend zu wissen, was in meinem Gebäck steckt. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Stück (bei 8 Stücken):
- Kalorien: ca. 380 kcal
- Fett: 24 g (davon gesättigte Fettsäuren: 10 g)
- Kohlenhydrate: 34 g (davon Zucker: 18 g)
- Ballaststoffe: 4 g
- Eiweiß: 7 g
Die Feigen sind nicht nur süß, sondern auch richtig gesund! Sie stecken voller Ballaststoffe, die die Verdauung fördern, und enthalten viele Antioxidantien. Die Mandeln liefern gesunde Fette, Vitamin E und Magnesium. Ja, es ist ein Kuchen und kein Diätessen, aber ich finde es gut zu wissen, dass hier echte, natürliche Zutaten drin stecken. Keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe – nur das, was die Natur im Herbst so wunderbar bereithält. Für mich ist dieser Kuchen ein Stück Wohlfühlen, das auch noch gut tut.
Häufig gestellte Fragen zur Feigen-Tarte mit Mandelcreme
Kann ich auch getrocknete Feigen verwenden?
Ja, das ist möglich. Weiche sie vorher für etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser oder Orangensaft ein, damit sie schön saftig werden. Lass sie dann gut abtropfen, bevor du sie auf die Creme setzt. Der Geschmack wird intensiver und süßer, aber die Konsistenz ist etwas anders als bei frischen Feigen.
Warum wird mein Mürbeteig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter zu warm war. Gib einfach einen weiteren Esslöffel kaltes Wasser hinzu und knete den Teig kurz durch. Wenn er immer noch bröselt, lege ihn für 15 Minuten in den Kühlschrank – die Kälte hilft, das Fett wieder zu binden. Und denk dran: Nicht zu lange kneten!
Kann ich die Tarte auch ohne Ei zubereiten?
Ja, für eine vegane Version. Ersetze das Eigelb im Teig durch 1 EL kaltes Wasser und 1 EL Öl. In der Mandelcreme kannst du die beiden Eier durch 2 EL Apfelmus oder 1 zerdrückte, reife Banane ersetzen. Die Tarte wird dann etwas kompakter, aber immer noch sehr lecker.
Wie verhindere ich, dass die Tarte zu matschig wird?
Der häufigste Fehler ist, die Feigen zu früh aufzulegen oder zu viele zu verwenden. Achte darauf, dass die Feigen reif, aber nicht überreif sind. Außerdem ist das Blindbacken des Bodens entscheidend – es verhindert, dass der Teig die Feuchtigkeit aus der Creme und den Früchten aufsaugt. Wenn du sehr saftige Feigen hast, kannst du sie vor dem Belegen kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Kann ich die Mandelcreme durch eine andere Nusscreme ersetzen?
Absolut! Gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse passen auch wunderbar. Haselnüsse geben eine schöne, röstige Note, die gut zu den Feigen passt. Walnüsse sind etwas herber und erdiger. Probiere einfach aus, was dir am besten schmeckt. Die Menge bleibt gleich.
Fazit – Warum du diese Feigen-Tarte unbedingt backen solltest
Diese saftige Feigen-Tarte mit Mandelcreme ist mehr als nur ein Rezept – sie ist eine Einladung, den Herbst mit allen Sinnen zu genießen. Sie ist der Beweis, dass einfache Zutaten, mit Liebe und ein bisschen Geduld zubereitet, etwas ganz Besonderes ergeben können. Der knusprige Mürbeteig, die samtige Mandelcreme und die süßen, fast karamellisierten Feigen – das ist für mich der Inbegriff von Herbstglück. Ich liebe es, wie die Aromen sich verbinden und wie die Tarte nach Feige und Mandel duftet, während sie im Ofen backt. Es ist ein Duft, der nach Gemütlichkeit und Sonntag riecht.
Probier es aus! Ändere die Früchte nach Saison, tausche die Nüsse aus oder gib einen Schuss Likör dazu – mach dieses Rezept zu deinem eigenen. Ich bin mir sicher, dass du genauso verliebt sein wirst wie ich. Und wenn du es gebacken hast, dann schreib mir doch einen Kommentar! Wie hat es geschmeckt? Hast du eine eigene Variante ausprobiert? Ich freue mich riesig auf deine Geschichten und Fotos. Teile deine Kreationen auf Instagram und verlinke mich – ich kann es kaum erwarten, deine Tarte zu sehen.
Backen ist für mich eine Form der Zuneigung. Und diese Tarte ist meine Art zu sagen: Nimm dir Zeit. Genieße den Moment. Du hast ihn verdient.
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Saftige Feigen-Tarte mit Mandelcreme – Einfaches & unwiderstehliches Rezept
Eine saftige Feigen-Tarte mit einer samtigen Mandelcreme auf knusprigem Mürbeteig. Dieses Rezept ist perfekt für den Herbst und vereint süße Feigen mit nussigen Mandeln zu einem unwiderstehlichen Genuss.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Yield: 8 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
- 80 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Eigelb (Größe M)
- 2–3 EL kaltes Wasser
- 150 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
- 100 g weiche Butter
- 100 g Zucker
- 2 Eier (Größe M), Zimmertemperatur
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote
- 1 EL Amaretto (optional)
- 6–8 frische Feigen
- 2 EL gehobelte Mandeln
- 2 EL Aprikosenmarmelade oder Feigenkonfitüre
Instructions
- Mürbeteig zubereiten: Mehl, Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butterwürfel dazugeben und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Eigelb und 2-3 EL kaltes Wasser hinzufügen, kurz vermengen, bis der Teig zusammenhält. Zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
- Mandelcreme zubereiten: Weiche Butter mit Zucker und Vanilleextrakt schaumig schlagen (3-4 Minuten). Eier einzeln unterrühren. Gemahlene Mandeln und Amaretto unterheben, bis eine homogene Masse entsteht.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) vorheizen. Teig auf bemehlter Fläche 3-4 mm dick ausrollen, in Tarteform (28 cm) legen, Rand andrücken und überstehenden Teig abschneiden. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Blindbacken: Backpapier auf den Teig legen, mit Hülsenfrüchten oder Keramikkugeln beschweren. 15 Minuten backen. Papier und Beschwerung entfernen, weitere 5 Minuten backen, bis der Boden leicht Farbe nimmt.
- Feigen vorbereiten: Waschen, trocknen, Stielansatz entfernen. Nach Wahl halbieren oder in Spalten schneiden.
- Tarte fertigstellen: Mandelcreme gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Feigen mit der Schnittfläche nach oben darauf setzen und leicht in die Creme drücken. 20 Minuten backen.
- Gehobelte Mandeln über die Tarte streuen und weitere 5-10 Minuten backen, bis die Creme goldbraun ist und die Mandeln duften.
- Glanz: Aprikosenmarmelade erwärmen, bis sie flüssig ist. Die warme Tarte damit bestreichen. Vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Notes
Die Tarte schmeckt am Tag der Zubereitung am besten. Für eine vegane Variante Butter durch vegane Blockbutter und Eier durch Apfelmus ersetzen. Die Feigen sollten reif, aber noch fest sein.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 380
- Sugar: 18
- Fat: 24
- Saturated Fat: 10
- Carbohydrates: 34
- Fiber: 4
- Protein: 7
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