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Dieses leise, butterweiche Schaben – das Geräusch, wenn die goldbraunen Brösel über die zarten Knödel rieseln – hallt in mir nach, sobald der September kommt und die ersten Zwetschgen schwer an den Ästen hängen. Es bringt mich direkt zurück in die kleine, verrauchte Küche meiner Großmutter in Südböhmen. Sie stand stundenlang am Herd, die Hände voller mehliger Kartoffeln, und formte diese kleinen Kunstwerke. Der Duft von geschmolzener Butter und geröstetem Zucker, der sich mit dem leicht säuerlichen Aroma der Früchte mischte – das war für mich der Inbegriff von Geborgenheit.
Meine Oma hatte kein Rezept, nur ein Gefühl in den Fingerspitzen. Sie wusste genau, wie der Teig sein musste: geschmeidig, aber nicht klebrig, fest genug, um die Frucht zu umschließen, aber zart, damit er auf der Zunge zerging. Und diese saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln waren ihre Meisterleistung. Ich habe lange gebraucht, um diesen speziellen Teig hinzubekommen, ohne dass er auseinanderfällt oder zu fest wird. Es gab mehr als eine verpatzte Charge, glaub mir.
Dieses Rezept ist mehr als nur eine Nachspeise. Es ist eine Umarmung auf einem Teller. Ein Stück Kindheit, das man schmecken kann. Und heute zeige ich dir, wie du diesen Zauber ganz einfach in deiner eigenen Küche hinbekommst.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Diese saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln sind nicht einfach nur ein Dessert – sie sind ein Erlebnis. Ich habe so viele Varianten probiert, aber diese hier ist die, bei der ich jedes Mal aufs Neue seufze. Der Teig ist der absolute Hammer: fluffig, aber mit Biss, und er umschmeichelt die säuerliche Zwetschge, als wäre es die natürlichste Sache der Welt.
- Ein Gedicht aus Aromen: Der süße, buttrige Bröselmantel trifft auf die fruchtige Säure der Zwetschge und den neutralen, leicht nussigen Kartoffelteig. Perfekt ausbalanciert!
- Einfache Zutaten, großer Auftritt: Du brauchst keine ausgefallenen Zutaten aus dem Spezialitätenregal. Kartoffeln, Mehl, Eier, Butter und Zwetschgen – mehr ist es nicht. Das meiste hast du bestimmt zu Hause.
- Das ultimative Soulfood: An einem verregneten Herbsttag gibt es kaum etwas Tröstlicheres. Diese Knödel sind wie eine kulinarische Decke, unter die man sich kuschelt.
- Perfekt für Gäste: Sie sehen unglaublich beeindruckend aus, lassen sich aber gut vorbereiten. Deine Gäste werden denken, du hättest stundenlang im Labor gestanden, dabei ist es ganz einfach.
- So vielseitig: Du kannst sie mit Mohn, Zimt-Zucker oder einer Vanillesoße servieren. Jeder Bissen schmeckt anders – und jedes Mal himmlisch.
Was dieses Rezept besonders macht? Es ist die Geduld beim Kochen der Kartoffeln und die Liebe zum Detail beim Formen. Es ist kein Rezept für die schnelle Nummer, sondern eines, das Zeit und Hingabe belohnt. Und glaub mir, diese Belohnung schmeckt man.
Was du an Zutaten brauchst
Für diese saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln verwendest du einfache, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten. Die Qualität macht hier den Unterschied, auch wenn es nur wenige sind.
Für den Kartoffelteig:
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln: Das ist das A und O! Mehligkochende Sorten wie Linda, Cilena oder Agria haben weniger Feuchtigkeit und mehr Stärke. Das macht den Teig schön fluffig und verhindert, dass er klebt. Ich schwöre auf Kartoffeln vom Vortag – sie sind noch trockener. (Ein Tipp von meiner Oma: Die Kartoffeln unbedingt in der Schale kochen, nie als Pellkartoffeln!)
- 250 g glattes Mehl (Type 405): Es bindet den Teig, ohne ihn schwer zu machen. Zu viel Mehl macht die Knödel leider fest. Deshalb lieber weniger nehmen und erstmal kneten.
- 1 Ei (Größe M): Das Ei gibt dem Teig Struktur und Halt. Achte darauf, dass es Zimmertemperatur hat, damit es sich besser mit den anderen Zutaten verbindet.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, ist aber essentiell! Das Salz hebt den Geschmack der Kartoffeln und balanciert die Süße der Füllung aus.
- Etwas Butter für die Hände: Nicht im Teig, sondern zum Formen! So klebt der Teig nicht an den Fingern und die Knödel werden schön glatt.
Für die Füllung:
- 20-24 reife, aber feste Zwetschgen: Sie sollten saftig sein, aber nicht matschig. Am besten sind sie dunkelblau und geben leicht nach, wenn man sie drückt. Die Zwetschgen sollten entsteint sein. (Ich nehme gerne die Sorte „Erntedank“ – sie sind perfekt süß-säuerlich.)
- Zuckerwürfel oder brauner Zucker: Für die Süße in der Mitte. Ein kleiner Zuckerwürfel pro Zwetschge sorgt für eine himmlisch schmelzende Füllung. Wer es weniger süß mag, kann auch einen halben Würfel nehmen.
- Optional: Zimt oder gemahlene Nelken: Eine winzige Prise in der Zwetschge gibt eine wunderbar weihnachtliche Note. Ich liebe eine Messerspitze Zimt pro Frucht.
Für die Butterbrösel:
- 80-100 g Butter: Nur echte Butter! Keine Margarine. Sie gibt den Bröseln den unvergleichlichen Geschmack.
- 100 g Semmelbrösel (Paniermehl): Am besten selbstgemacht aus altbackenen Brötchen. Sie werden schön knusprig und nehmen die Butter wunderbar auf.
- 2-3 EL Zucker: Zum Süßen und Karamellisieren. Ich nehme feinen Kristallzucker, aber brauner Zucker geht auch.
Die richtige Ausrüstung
Du brauchst kein Profi-Equipment, aber ein paar Helfer machen die Arbeit leichter. Hier ist, was ich verwende:
- Kartoffelpresse oder -stampfer: Eine Presse ist ideal, weil sie die Kartoffeln schön flockig macht. Ein Stampfer geht auch, aber achte darauf, dass keine Klümpchen übrig bleiben.
- Großer Topf für Salzwasser: Die Knödel brauchen Platz zum Schwimmen. Ein Topf mit mindestens 4 Litern Fassungsvermögen ist perfekt.
- Schaumlöffel: Zum vorsichtigen Herausheben der fertigen Knödel. Ein breiter, flacher Löffel ist am besten.
- Große Pfanne: Für die Butterbrösel. Eine beschichtete Pfanne ist toll, weil nichts anbrennt.
- Schneidebrett und Messer: Zum Entsteinen der Zwetschgen und Schneiden der Kartoffeln.
- Küchenwaage: Für genaue Mengenangaben. Gerade bei den Kartoffeln ist das wichtig.
Ein Tipp von mir: Wenn du keine Kartoffelpresse hast, lohnt sich die Anschaffung für dieses Rezept wirklich. Sie macht den Teig so viel luftiger! Aber keine Sorge, ein guter Stampfer tut es auch.
Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt wird es spannend! Folge diesen Schritten genau, dann werden deine saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln perfekt. Ich zeige dir, worauf es wirklich ankommt.
- Die Kartoffeln vorbereiten (am besten am Vortag): Wasche die Kartoffeln gründlich und koche sie in der Schale in kochendem Salzwasser, bis sie weich sind (ca. 25-30 Minuten). Stichprobe: Ein Messer sollte leicht hineingleiten. Gieße sie ab, lass sie kurz ausdampfen und pelle sie dann noch warm. Das ist der Schlüssel! Lass sie dann über Nacht vollständig auskühlen. So wird der Teig später nicht klebrig.
- Den Teig kneten: Am nächsten Tag die ausgekühlten Kartoffeln durch die Presse drücken oder fein stampfen. Gib sie in eine große Schüssel. Füge das Mehl, das Ei und die Prise Salz hinzu. Vermenge alles zuerst mit einem Löffel, dann knete es mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh! Der Teig sollte nicht kleben. Falls doch, noch 1-2 EL Mehl einarbeiten. Aber Vorsicht – zu viel Mehl macht die Knödel fest.
- Die Zwetschgen vorbereiten: Wasche die Zwetschgen und halbiere sie mit einem scharfen Messer, ohne sie ganz durchzuschneiden. Entferne den Stein. In die Mitte jeder Zwetschge ein Stück Zuckerwürfel oder etwas braunen Zucker geben. Wer mag, gibt noch eine Prise Zimt dazu. Drücke die Hälften wieder leicht zusammen.
- Die Knödel formen: Bestäube deine Hände leicht mit Mehl oder fette sie mit etwas Butter ein. Nimm eine Portion Teig (etwa so groß wie ein Tischtennisball, ca. 50-60 g) und forme eine flache Scheibe in deiner Handfläche. Lege eine gefüllte Zwetschge in die Mitte. Ziehe den Teig vorsichtig um die Frucht herum und verschließe die Naht gut, indem du sie fest drückst. Rolle den Knödel zwischen deinen Handflächen glatt. Achte darauf, dass die Naht wirklich dicht ist – sonst läuft die Füllung beim Kochen aus!
- Die Knödel kochen: Bringe in einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen. Reduziere die Hitze, sodass das Wasser nur noch leicht siedet (kleine Bläschen, kein wildes Kochen). Gib die Knödel vorsichtig hinein – sie sollten genug Platz haben, um zu schwimmen. Koche sie bei schwacher Hitze für etwa 8-10 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und ein wenig aufgeplustert aussehen. Hebe sie mit einem Schaumlöffel heraus und lasse sie kurz auf einem Küchentuch abtropfen.
- Die Butterbrösel zubereiten (während die Knödel kochen): Schmelze die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gib die Semmelbrösel dazu und röste sie unter ständigem Rühren goldbraun. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Achte darauf, dass sie nicht verbrennen! Sobald sie duften und Farbe angenommen haben, streust du den Zucker darüber und rührst kurz um. Nimm die Pfanne sofort vom Herd.
- Anrichten und servieren: Wälze die fertigen Knödel sofort in den heißen Butterbröseln, bis sie rundherum bedeckt sind. Serviere sie am besten sofort – warm, mit einem Klecks Vanillesoße oder etwas Mohn-Zucker obendrauf. Einfach himmlisch!
Tipps & Tricks für perfekte Knödel
Ich habe in den Jahren so einige Fehler gemacht, damit du sie nicht wiederholen musst. Hier sind meine besten Tipps für saftige Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln.
- Der Teig darf nicht kleben: Das ist die häufigste Fehlerquelle. Wenn der Teig klebt, hast du entweder zu feuchte Kartoffeln erwischt (deshalb mehligkochend!) oder sie waren noch zu warm. Kühle sie wirklich gut aus. Falls der Teig doch klebt, arbeite etwas mehr Mehl ein, aber wirklich nur löffelweise.
- Nicht zu fest kneten: Der Teig wird sonst zäh und die Knödel werden hart. Knete nur so lange, bis alles gerade so zusammenhält. Ein bisschen Geduld ist hier Gold wert.
- Die richtige Wassertemperatur: Die Knödel dürfen nicht in kochendem Wasser schwimmen! Sie werden sonst rissig und fallen auseinander. Lass das Wasser nur leicht sieden. Das ist der häufigste Fehler, den ich am Anfang gemacht habe.
- Die Naht ist alles: Wenn die Naht nicht richtig verschlossen ist, läuft die süße Füllung aus und der Knödel wird matschig. Drücke die Naht ruhig etwas fester an. Ein bisschen überschüssiger Teig ist besser als eine offene Stelle.
- Brösel nicht verbrennen: Butter und Zucker verbrennen schnell. Nimm die Pfanne vom Herd, sobald die Brösel goldbraun sind. Sie werden in der heißen Pfanne noch etwas nachziehen.
Ein persönlicher Fail von mir: Ich habe einmal die Kartoffeln nicht abkühlen lassen und der Teig wurde zu einer klebrigen Pampe. Ich habe dann so viel Mehl reingeknetet, dass die Knödel am Ende wie Golfbälle waren. Seitdem lasse ich die Kartoffeln über Nacht stehen. Glaub mir, das lohnt sich!
Variationen & Abwandlungen
Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber es gibt so viele Möglichkeiten, es zu verändern. Hier ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe und die super funktionieren.
- Frucht-Variationen: Statt Zwetschgen kannst du auch reife Marillen (Aprikosen), Pfirsiche oder sogar große Pflaumen verwenden. Achte nur darauf, dass die Früchte nicht zu weich sind, sonst zerfallen sie beim Kochen. Für eine herbstliche Note eignen sich auch Birnen – einfach in Stücke schneiden und mit etwas Zimt füllen.
- Teig-Variationen: Du kannst einen Teil des Mehls durch Dinkelmehl ersetzen (ca. 50% Dinkel, 50% Weizen). Das gibt dem Teig eine leicht nussige Note. Für eine glutenfreie Variante funktioniert eine Mischung aus Kartoffelstärke und glutenfreiem Mehl, aber das ist etwas kniffliger. Ich habe es einmal probiert – der Teig war brüchiger, aber mit etwas mehr Fett ging es.
- Topping-Variationen: Statt Butterbröseln kannst du die Knödel auch in gerösteten Mohn-Zucker wälzen. Dafür 2 EL Mohn mit 2 EL Zucker in einer trockenen Pfanne kurz anrösten. Oder du servierst sie mit einer warmen Vanillesoße und einem Klecks Schlagsahne. Einfach göttlich!
- Herzhafte Variante: Ja, das geht auch! Fülle die Knödel mit einer Mischung aus Quark, Kräutern und etwas Salz. Statt Zucker in die Füllung kommt eine Prise Pfeffer. Dazu passt dann eine braune Butter mit Salbei. Klingt verrückt, schmeckt aber fantastisch als Vorspeise!
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit Marillen und Mohn. Die Säure der Marille harmoniert so schön mit dem nussigen Mohn. Probiere es aus!
Servieren & Aufbewahren
Die saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln schmecken am besten frisch und warm. Aber auch kalt sind sie noch ein Genuss – falls etwas übrig bleibt.
- Servieren: Gib die Knödel auf einen Teller, beträufle sie mit etwas von der übrigen Butter aus der Pfanne und streue nach Belieben noch etwas Zimt-Zucker oder Mohn darüber. Ein Klecks Vanillesoße oder ein Löffel Schlagsahne machen das Ganze perfekt. Dazu passt auch ein frischer Zitronen-Joghurt-Kuchen mit Blaubeeren als Nachspeise – eine tolle Kombination!
- Aufbewahren: Gekochte Knödel kannst du im Kühlschrank für 1-2 Tage aufbewahren. Lege sie dazu in eine Schüssel und decke sie mit Frischhaltefolie ab. Sie werden etwas fester, aber das ist okay.
- Einfrieren: Du kannst die ungekochten Knödel auch einfrieren! Lege sie dazu auf ein mit Mehl bestäubtes Brett und stelle sie für 2 Stunden ins Gefrierfach, bis sie hart sind. Dann kannst du sie in einen Gefrierbeutel umfüllen. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Kochen die gefrorenen Knödel direkt ins siedende Wasser geben – die Garzeit verlängert sich um etwa 2-3 Minuten.
- Wieder aufwärmen: Am besten schmecken sie, wenn du sie in der Mikrowelle kurz erwärmst (ca. 1 Minute) oder in einer Pfanne mit etwas Butter schwenkst. Die Brösel werden dann wieder schön knusprig. Einfach himmlisch!
Ein Tipp: Die Knödel entwickeln ihren Geschmack, wenn sie etwas durchziehen. Am nächsten Tag schmecken sie fast noch besser, weil sich die Aromen verbunden haben. Aber ehrlich? So lange halten sie bei uns nie.
Nährwerte & Gesundheit
Natürlich sind diese Knödel kein Diätgericht, aber sie sind ein echtes Seelenfutter. Hier ein ungefährer Überblick pro Portion (ca. 4-5 Knödel):
- Kalorien: ca. 450-550 kcal (je nach Größe und Buttermenge)
- Kohlenhydrate: ca. 70-80 g (Hauptsächlich aus Kartoffeln und Mehl)
- Fett: ca. 18-25 g (aus Butter und Bröseln)
- Eiweiß: ca. 8-10 g (aus Ei und Kartoffeln)
- Ballaststoffe: ca. 5-7 g (aus den Zwetschgen)
Die gesundheitlichen Vorteile liegen vor allem in den Zwetschgen: Sie sind reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen, die die Verdauung fördern. Die Kartoffeln liefern komplexe Kohlenhydrate, die lange sättigen. Das Eiweiß aus dem Ei und den Kartoffeln ist hochwertig. Wer auf die Kalorien achten möchte, kann die Buttermenge in den Bröseln reduzieren oder die Knödel in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl statt Butter rösten. Aber mal ehrlich: Butter macht den Geschmack! Ich esse sie bewusst und genieße jeden Bissen – und das ist doch die Hauptsache, oder?
Fazit
Diese saftigen Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln sind für mich der Inbegriff von Herbst und Geborgenheit. Sie sind nicht schwer zuzubereiten, aber sie brauchen ein bisschen Zeit und vor allem Liebe. Der Lohn ist ein Dessert, das alle glücklich macht – von Groß bis Klein.
Ich liebe es, wie sich der weiche Teig mit der süßen, schmelzenden Frucht verbindet und die knusprigen Brösel den perfekten Kontrast dazu bilden. Es ist ein Rezept, das man nicht nur isst, sondern das man fühlt. Es erinnert mich an gemütliche Abende, an den Duft von Omas Küche und an das Gefühl, dass alles gut ist.
Probiere es unbedingt aus! Und wenn du deine eigenen Knödel machst, erzähl mir davon. Hinterlasse einen Kommentar, teile deine Fotos auf Pinterest oder tagge mich. Ich bin gespannt, wie sie dir gelungen sind! Vielleicht hast du ja auch eine eigene Variation entdeckt – lass es mich wissen. Und falls du noch mehr Inspiration für fruchtige Desserts suchst, wirf einen Blick auf mein Rezept für einen einfachen Rhabarber-Streuselkuchen vom Blech oder die cremige Erdbeer-Joghurt-Mousse – beides tolle Begleiter für den Sommer. Viel Spaß beim Nachkochen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch normale Kartoffeln statt mehligkochender verwenden?
Ich rate davon ab. Festkochende Kartoffeln haben weniger Stärke und mehr Feuchtigkeit. Der Teig wird dann klebrig und die Knödel fallen leicht auseinander. Nimm wirklich mehligkochende Sorten – das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Meine Knödel sind beim Kochen aufgeplatzt. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert meistens, wenn das Wasser zu stark kocht oder der Teig zu dünn war. Achte darauf, dass das Wasser nur leicht siedet. Außerdem muss die Naht gut verschlossen sein. Drücke sie ruhig etwas fester an.
Kann ich die Knödel auch ohne Ei zubereiten?
Ja, das ist möglich! Ersetze das Ei durch 1-2 EL Kartoffelstärke oder etwas mehr Mehl. Der Teig wird dann etwas brüchiger, aber mit etwas Geduld klappt es trotzdem. Ich habe es schon gemacht – sie schmecken etwas anders, aber immer noch lecker.
Wie bekomme ich die Butterbrösel besonders knusprig?
Verwende selbstgemachte Semmelbrösel aus altbackenen Brötchen. Sie sind gröber und werden knuspriger als gekaufte. Röste sie bei mittlerer Hitze in reichlich Butter, bis sie goldbraun sind. Nimm sie dann sofort vom Herd, sonst verbrennen sie.
Kann ich die Knödel auch im Ofen zubereiten?
Eigentlich nicht, denn der Kartoffelteig wird im Ofen eher trocken und fest. Die traditionelle Methode im siedenden Wasser ist die beste. Aber du könntest die fertigen Knödel nach dem Kochen kurz im Ofen bei 180°C überbacken, um die Brösel noch knuspriger zu machen. Das habe ich schon gemacht – es funktioniert, aber sei vorsichtig, dass sie nicht austrocknen.
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Saftige Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig – Bestes Rezept mit Butterbröseln
Dieses Rezept für saftige Zwetschgenknödel aus Kartoffelteig mit Butterbröseln ist ein Stück Kindheit und Geborgenheit. Der fluffige Kartoffelteig umschmeichelt die säuerlichen Zwetschgen, während die knusprigen Butterbrösel den perfekten Kontrast bilden.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 1 Stunde (plus Abkühlzeit über Nacht)
- Yield: 4 Portionen (ca. 20-24 Knödel) 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Österreichisch / Böhmisch
Ingredients
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln (z. B. Linda, Cilena oder Agria)
- 250 g glattes Mehl (Type 405)
- 1 Ei (Größe M), Zimmertemperatur
- 1 Prise Salz
- Etwas Butter für die Hände
- 20–24 reife, aber feste Zwetschgen (z. B. Sorte ‘Erntedank’)
- Zuckerwürfel oder brauner Zucker (1 pro Zwetschge)
- Optional: Zimt oder gemahlene Nelken (eine Prise pro Frucht)
- 80–100 g Butter
- 100 g Semmelbrösel (Paniermehl), am besten selbstgemacht
- 2–3 EL Zucker
Instructions
- Die Kartoffeln gründlich waschen und in der Schale in kochendem Salzwasser weich kochen (ca. 25-30 Minuten). Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm pellen. Über Nacht vollständig auskühlen lassen.
- Am nächsten Tag die ausgekühlten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein stampfen. In eine große Schüssel geben. Mehl, Ei und Salz hinzufügen. Mit einem Löffel vermengen, dann mit den Händen zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Nicht zu lange kneten. Der Teig sollte nicht kleben; falls doch, 1-2 EL Mehl einarbeiten.
- Die Zwetschgen waschen, mit einem scharfen Messer halbieren (ohne ganz durchzuschneiden) und entsteinen. In die Mitte jeder Zwetschge ein Stück Zuckerwürfel oder etwas braunen Zucker geben. Optional eine Prise Zimt hinzufügen. Die Hälften wieder leicht zusammendrücken.
- Die Hände leicht mit Mehl bestäuben oder mit etwas Butter einfetten. Eine Portion Teig (ca. 50-60 g, etwa tischtennisballgroß) nehmen und zu einer flachen Scheibe formen. Eine gefüllte Zwetschge in die Mitte legen. Den Teig vorsichtig um die Frucht herumziehen und die Naht gut verschließen, indem man sie fest drückt. Den Knödel zwischen den Handflächen glatt rollen.
- In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht siedet (kleine Bläschen). Die Knödel vorsichtig hineingeben – sie sollten genug Platz zum Schwimmen haben. Bei schwacher Hitze 8-10 Minuten kochen, bis sie an die Oberfläche steigen und leicht aufgeplustert aussehen. Mit einem Schaumlöffel herausheben und kurz auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
- Während die Knödel kochen, die Butterbrösel zubereiten: Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Semmelbrösel hinzufügen und unter ständigem Rühren goldbraun rösten (ca. 3-4 Minuten). Den Zucker darüberstreuen und kurz umrühren. Die Pfanne sofort vom Herd nehmen.
- Die fertigen Knödel sofort in den heißen Butterbröseln wälzen, bis sie rundherum bedeckt sind. Am besten sofort servieren, z. B. mit Vanillesoße oder Mohn-Zucker.
Notes
Die Kartoffeln am besten am Vortag kochen und über Nacht auskühlen lassen – das verhindert einen klebrigen Teig. Die Knödel nur in siedendem, nicht kochendem Wasser garen, damit sie nicht aufplatzen. Die Naht gut verschließen, damit die Füllung nicht ausläuft. Die Butterbrösel nicht zu lange rösten, da sie sonst verbrennen.
Nutrition
- Serving Size: 4-5 Knödel pro Porti
- Calories: 500
- Sugar: 25
- Sodium: 200
- Fat: 22
- Saturated Fat: 14
- Carbohydrates: 75
- Fiber: 6
- Protein: 9
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