Geschrieben von

Summer Hickman

Veröffentlicht

Knackigster Bayerischer Kartoffelsalat mit Gurke und Radieschen

Fertig in 45 Minuten
Portionen 4 Portionen
Schwierigkeitsgrad Einfach

Love this? Save it for later!

Share the inspiration with your friends

Die Sonne brannte schon den ganzen Nachmittag auf die Terrasse, und ich stand in der Küche mit einer Schüssel voller lauwarmer Kartoffeln und einem halben Plan. Eigentlich sollte es ja der klassische bayerische Kartoffelsalat werden, der mit Brühe und Zwiebeln, so wie ihn meine Oma immer gemacht hat. Aber der Kühlschrank zeigte sich von seiner kreativen Seite – eine halbe Salatgurke, die dringend verarbeitet werden musste, und ein Bund Radieschen, der schon leicht schlapp machte. Also habe ich improvisiert. Und irgendwie ist genau das der Moment, in dem die besten Rezepte entstehen, oder? Dieser knackige bayerische Kartoffelsalat mit Gurke und Radieschen ist seitdem mein absoluter Sommerfavorit. Er hat alles, was ein guter Kartoffelsalat braucht – die Würze, die Säure, die Cremigkeit – aber durch die frischen, knackigen Zutaten wird er zu etwas ganz Eigenem. Ehrlich, seit ich diesen Salat das erste Mal gemacht habe, will ich keinen anderen mehr. Er ist einfach perfekt für heiße Tage, wenn man etwas Leichtes, aber Sättigendes will.

Warum Sie diesen Kartoffelsalat lieben werden

Dieser Salat ist nicht einfach nur eine weitere Variante – er ist der Inbegriff von Sommer auf dem Teller. Ich habe ihn bestimmt schon zwanzigmal gemacht, jedes Mal ein bisschen anders, und er wird einfach nie langweilig.

  • Schnell & einfach: In unter 30 Minuten steht er auf dem Tisch, wenn die Kartoffeln schon gar sind. Perfekt für spontane Grillabende oder wenn die Gäste plötzlich früher kommen.
  • Knackig & frisch: Die Gurke und die Radieschen geben genau den richtigen Biss, den man bei einem klassischen Kartoffelsalat oft vermisst. Keine matschige Angelegenheit hier!
  • Keine Mayonnaise: Dieser Salat kommt ganz ohne Mayo aus. Die leichte Brühe-Vinaigrette macht ihn unglaublich leicht und erfrischend. Ideal für alle, die auf schwere Salate verzichten wollen.
  • Perfekt zum Vorbereiten: Er schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen richtig durchziehen können. Das ist doch mal praktisch!
  • Crowd-Pleaser: Ich habe ihn schon zu Geburtstagen, Grillpartys und sogar zum Muttertag mitgebracht – jedes Mal war die Schüssel ratzfatz leer. Er kommt bei Groß und Klein einfach immer gut an.

Was diesen Salat von den anderen abhebt, ist die Kombination aus der herzhaften Brühe und der frischen Knackigkeit. Ich habe unzählige Kartoffelsalate probiert, aber dieser hier hat einfach dieses gewisse Etwas. Es ist dieser Moment, wenn man die erste Gabel nimmt und die Säure der Brühe, die Frische der Gurke und die leichte Schärfe der Radieschen auf der Zunge tanzen. Das ist kein gewöhnlicher Salat – das ist eine kleine Geschmacksexplosion.

Welche Zutaten Sie brauchen

Die Zutatenliste ist kurz, aber jede Komponente hat ihre wichtige Rolle. Es sind alles Dinge, die man meistens zu Hause hat oder schnell im Supermarkt bekommt.

  • 1 kg festkochende Kartoffeln: Die sind das A und O. Nehmt unbedingt festkochende Sorten wie Linda, Annabelle oder Charlotte. Die bleiben nach dem Kochen schön stückig und matschen nicht. Mehligkochende Kartoffeln würden den Salat in einen Brei verwandeln – glaubt mir, ich hab den Fehler gemacht.
  • 1 große Salatgurke: Oder zwei kleine. Die Gurke gibt dem Salat diese unglaubliche Frische und den knackigen Biss. Ich schäle sie meistens nur halb, so im Streifenmuster, das sieht hübsch aus und die Schale gibt nochmal Biss.
  • 1 Bund Radieschen: Die bringen nicht nur Farbe, sondern auch eine angenehme Schärfe. Achtet darauf, dass sie fest sind und keine weichen Stellen haben. Ich schneide sie in ganz dünne Scheiben, fast durchsichtig, dann entfalten sie ihr Aroma am besten.
  • 1 große Zwiebel: Eine rote oder eine gelbe, ganz wie ihr mögt. Ich nehme am liebsten eine rote, weil sie etwas milder ist und dem Salat eine schöne Farbe gibt. Die Zwiebel wird fein gewürfelt und in der heißen Brühe mariniert – so verliert sie ihre Schärfe und wird fast süßlich.
  • 250 ml Gemüsebrühe: Die Brühe ist das Herzstück des bayerischen Kartoffelsalats. Sie muss gut gewürzt sein, denn die Kartoffeln saugen sie auf wie ein Schwamm. Ich nehme meistens eine selbstgemachte oder eine gute gekörnte Brühe. Keinen Fertigfond, der ist oft zu salzig.
  • 3 EL Weißweinessig: Oder Apfelessig, wenn ihr eine mildere Säure wollt. Der Essig gibt dem Salat die richtige Frische und balanciert die Herzhaftigkeit der Brühe aus.
  • 4 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl: Ein neutrales Öl, das nicht zu stark schmeckt. Olivenöl wäre zu dominant. Das Öl macht den Salat schön geschmeidig.
  • 1 TL Senf: Mittelscharfer Senf ist perfekt. Er gibt eine leichte Schärfe und hilft, die Vinaigrette zu emulgieren. Ich nehme am liebsten einen mit ganzem Senfkorn.
  • Salz, Pfeffer, frischer Schnittlauch: Zum Abschmecken und für die Optik. Der Schnittlauch ist ein Muss, er gehört einfach zum bayerischen Kartoffelsalat dazu. Ein bisschen frische Petersilie geht auch.
  • Optional: 1 TL Zucker: Nur eine Prise, um die Säure abzurunden. Das ist kein Muss, aber ich finde, es rundet den Geschmack perfekt ab.

Benötigte Küchengeräte

Die gute Nachricht: Ihr braucht keine ausgefallene Ausrüstung. Ein paar Basics reichen völlig.

  • Großer Topf: Zum Kochen der Kartoffeln. Er sollte groß genug sein, dass die Kartoffeln nicht zu eng liegen.
  • Küchenmesser und Schneidebrett: Ein scharfes Messer ist Gold wert, besonders bei den Radieschen. Nichts ist ärgerlicher als matschige Radieschen, weil das Messer stumpf war.
  • Gemüseschäler: Zum Schälen der Kartoffeln und Gurke. Ich schwöre auf einen guten Y-Schäler, der liegt einfach gut in der Hand.
  • Große Schüssel: Zum Anrichten des Salats. Sie sollte groß genug sein, dass ihr alles gut vermischen könnt.
  • Kleine Schüssel oder Messbecher: Für die Vinaigrette. Ein Messbecher mit Ausguss ist praktisch, weil man die Brühe dann leichter über die Kartoffeln gießen kann.
  • Holzlöffel oder Kochlöffel: Zum vorsichtigen Vermischen. Ich nehme am liebsten einen großen Holzlöffel, der die Kartoffeln nicht zerdrückt.

Ein Tipp von mir: Wenn ihr oft Kartoffelsalat macht, lohnt sich ein Kartoffelstampfer mit groben Löchern. Aber für dieses Reicht reicht auch eine Gabel, um die Kartoffeln nach dem Kochen kurz anzudrücken.

Zubereitung Schritt für Schritt

bayerischer kartoffelsalat mit gurke und radieschen preparation steps

  1. Kartoffeln kochen (ca. 25 Minuten): Wascht die Kartoffeln gründlich und gebt sie mit der Schale in einen großen Topf mit kaltem Wasser. Das Wasser sollte die Kartoffeln gut bedecken. Fügt einen ordentlichen Schuss Salz hinzu – etwa einen Esslöffel pro Liter Wasser. Bringt das Wasser zum Kochen und lasst die Kartoffeln dann bei mittlerer Hitze etwa 20-25 Minuten köcheln, bis sie gar sind. Macht die Garprobe mit einem Messer: Es sollte leicht durch die Kartoffel gleiten, aber sie sollte noch nicht auseinanderfallen. Das ist wichtig! Wenn die Kartoffeln zu weich werden, matschen sie später im Salat.
  2. Kartoffeln abkühlen und pellen (ca. 15 Minuten): Gießt die Kartoffeln ab und lasst sie kurz ausdampfen. Wenn sie noch heiß, aber nicht mehr glühend sind – etwa nach 5-10 Minuten – könnt ihr sie pellen. Ich mache das immer mit einem sauberen Küchentuch: Die Kartoffel in das Tuch wickeln und die Schale abreiben. Das geht schnell und die Finger verbrennen sich nicht. Lasst die gepellten Kartoffeln dann auf einem Brett oder Teller etwas abkühlen. Sie sollten noch leicht warm sein, wenn ihr sie in die Brühe gebt – dann nehmen sie das Aroma am besten auf.
  3. Gemüse vorbereiten (ca. 10 Minuten): Während die Kartoffeln abkühlen, schnappt ihr euch die Gurke und die Radieschen. Wascht alles gründlich. Die Gurke schäle ich meistens im Streifenmuster – das sieht hübsch aus und gibt noch Biss. Halbiert sie der Länge nach und schneidet sie in dünne Halbmonde. Die Radieschen putzt ihr und schneidet sie in hauchdünne Scheiben. Je dünner, desto besser! Die Zwiebel schält ihr und würfelt sie sehr fein. Den Schnittlauch wascht ihr und schneidet ihn in kleine Röllchen.
  4. Die Vinaigrette zubereiten (ca. 5 Minuten): Erwärmt die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis sie heiß ist. Sie muss nicht kochen, aber richtig warm sollte sie sein. Gebt die heiße Brühe in eine Schüssel oder einen Messbecher und rührt den Weißweinessig, den Senf, eine Prise Salz, Pfeffer und den optionalen Zucker ein. Dann gebt ihr das Öl dazu und verrührt alles kräftig mit einem Schneebesen. Die Vinaigrette sollte leicht emulgieren, also eine kleine cremige Bindung bekommen.
  5. Kartoffeln schneiden und marinieren (ca. 10 Minuten): Schneidet die noch lauwarmen Kartoffeln in etwa 1 cm dicke Scheiben. Nicht zu dünn, sonst zerfallen sie. Gebt die Kartoffelscheiben in eine große Schüssel und übergießt sie sofort mit der heißen Vinaigrette. Fügt die fein gewürfelte Zwiebel hinzu. Vermischt alles ganz vorsichtig mit einem Holzlöffel oder euren Händen (mit Einweghandschuhen, wenn ihr wollt). Die Kartoffeln sollten die Brühe gleichmäßig aufnehmen können. Lasst den Salat nun für mindestens 10 Minuten ziehen – die Kartoffeln saugen jetzt die ganze Würze auf.
  6. Das knackige Gemüse untermischen (ca. 5 Minuten): Nach der Ziehzeit ist der Salat schon fast fertig. Jetzt kommen die frischen Stars dazu: Die Gurkenscheiben und die Radieschenscheiben. Mischt auch sie ganz vorsichtig unter. Die Gurke und die Radieschen bleiben so schön knackig, weil sie erst am Ende dazukommen. Würzt den Salat noch einmal mit Salz und Pfeffer ab. Denkt dran: Der Salat zieht noch nach, also lieber etwas vorsichtiger würzen.
  7. Abschmecken und servieren (ca. 5 Minuten): Jetzt kommt der Moment der Wahrheit! Probiert den Salat und schmeckt ihn bei Bedarf mit etwas mehr Essig, Senf oder Salz ab. Er sollte schön saftig sein, aber nicht in der Brühe schwimmen. Wenn er zu trocken ist, gebt noch einen Schuss warme Brühe dazu. Streut zum Schluss den frischen Schnittlauch großzügig darüber. Der Salat kann lauwarm oder kalt serviert werden – beides ist köstlich. Wenn ihr ihn kalt serviert, lasst ihn vorher komplett abkühlen und zieht dann nochmal durch.

Tipps & Tricks für den perfekten Kartoffelsalat

Ich habe bei diesem Salat so einige Fehler gemacht, bevor er so wurde, wie ich ihn haben wollte. Hier sind meine besten Tipps, damit es euch gleich beim ersten Mal gelingt.

  • Die Kartoffeln nicht zu weich kochen: Das ist der häufigste Fehler. Sie müssen festkochend sein und dürfen nach dem Kochen nicht auseinanderfallen. Eine Prise Salz im Kochwasser hilft, die Struktur zu erhalten. Wenn ihr sie zu weich kocht, habt ihr am Ende eine Pampe – und das will ja keiner.
  • Die Brühe muss heiß sein: Das ist der entscheidende Trick für einen richtig guten bayerischen Kartoffelsalat. Nur wenn die Brühe heiß ist, nehmen die Kartoffeln das Aroma richtig auf. Kalte Brühe perlt einfach an den Kartoffeln ab und der Salat bleibt geschmacklos.
  • Das Gemüse erst am Ende untermischen: Ich weiß, es ist verlockend, alles auf einmal in die Schüssel zu werfen. Aber die Gurke und die Radieschen werden sonst weich und verlieren ihren Biss. Sie lieben die kurze, aber intensive Bekanntschaft mit der Brühe – nicht das stundenlange Bad.
  • Den Salat ziehen lassen: Geduld ist eine Tugend, besonders bei Kartoffelsalat. Wenn ihr ihn direkt nach der Zubereitung esst, schmeckt er gut. Aber nach einer Stunde im Kühlschrank oder über Nacht – wow, dann ist er richtig durchgezogen und die Aromen haben sich perfekt verbunden.
  • Die richtige Menge Brühe: Der Salat sollte saftig sein, aber nicht schwimmen. Ich gebe immer erst die Hälfte der Brühe dazu und warte, bis sie eingezogen ist. Dann entscheide ich, ob noch mehr nötig ist. Lieber nach und nach als auf einmal.

Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich diesen Salat gemacht habe. Ich hatte die Kartoffeln zu weich gekocht und die Brühe war kalt. Das Ergebnis war eine traurige, matschige Angelegenheit. Aber ich habe weitergemacht, und jetzt ist er mein Signature-Salat für den Sommer. Aus Fehlern lernt man eben – und manchmal werden sie zu den besten Lehrern.

Variationen & Abwandlungen

Das Schöne an diesem Salat ist, dass er sich unglaublich gut anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Mit Kräutern verfeinern: Neben Schnittlauch passen auch frische Petersilie, Dill oder Minze wunderbar. Im Sommer gebe ich gerne eine Handvoll gehackte Minze dazu – das gibt eine unglaubliche Frische, die perfekt zu Gurke und Radieschen passt.
  • Etwas Schärfe: Wenn ihr es etwas pikanter mögt, könnt ihr eine kleine, fein gehackte Chilischote oder etwas Chiliflocken in die Vinaigrette geben. Das gibt dem Salat eine angenehme Schärfe, die besonders gut zu gegrilltem Fleisch passt.
  • Mit Speck: Für alle, die es herzhafter mögen: Ein paar knusprig gebratene Speckwürfel (Frühstücksspeck oder durchwachsener Speck) über den fertigen Salat streuen. Das gibt ein wunderbares Raucharoma und einen extra Crunch. Aber Achtung: Dann ist er nicht mehr vegetarisch.
  • Vegane Variante: Der Salat ist sowieso schon fast vegan, wenn ihr auf den Honig (im optionalen Zucker) verzichtet. Stattdessen einfach einen Teelöffel Ahornsirup oder Agavendicksaft nehmen. Die Brühe sollte natürlich auch vegan sein.
  • Anderes Gemüse: Im Sommer probiere ich gerne mal grünen Spargel, der kurz blanchiert wird, oder ein paar Kirschtomaten, die ich halbiere. Auch feine Streifen von roter Paprika machen sich gut. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit Minze und etwas Zitronenschale. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber die Kombination aus der frischen Minze, der Säure der Zitrone und der leichten Schärfe der Radieschen ist einfach unschlagbar. Probiert es mal aus!

Servieren & Aufbewahren

Dieser Salat ist ein echtes Multitalent, wenn es ums Servieren und Aufbewahren geht.

  • Serviertemperatur: Er schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt hervorragend. Lauwarm ist er besonders aromatisch, weil die Aromen noch intensiver sind. Kalt ist er perfekt für heiße Tage oder als Beilage zum Grillen. Ich serviere ihn am liebsten bei Zimmertemperatur – dann kommt sein volles Aroma zur Geltung.
  • Als Beilage: Er passt zu fast allem: Gegrilltem Fleisch wie Schweinenacken oder Bratwurst, zu Fisch, zu vegetarischen Bratlingen oder einfach nur mit einem Stück Brot als leichtes Abendessen. Er ist der perfekte Begleiter für jedes Sommergericht.
  • Im Glas für unterwegs: Fürs Picknick oder den nächsten Grillabend fülle ich den Salat gerne in Einmachgläser. Das sieht hübsch aus und er bleibt schön frisch. Einfach die Gläser bis zum Rand füllen und verschließen – so hält er sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Tage.
  • Aufbewahren: Im Kühlschrank hält sich der Salat in einem gut verschlossenen Behälter 2-3 Tage. Er wird mit der Zeit sogar noch besser, weil die Aromen weiter durchziehen. Aber Vorsicht: Die Gurke und die Radieschen werden mit der Zeit etwas weicher. Wenn ihr ihn also für den nächsten Tag vorbereitet, hebt ihr das frische Gemüse am besten erst kurz vor dem Servieren unter.
  • Einfrieren: Kartoffelsalat einfrieren? Kann man machen, aber ich rate davon ab. Die Kartoffeln werden beim Auftauen matschig und die Gurke verliert ihren Biss. Frisch schmeckt er einfach am besten.
  • Resteverwertung: Wenn doch mal etwas übrig bleibt, kann man den Salat wunderbar in einer Pfanne kurz anbraten – klingt verrückt, schmeckt aber fantastisch! Einfach mit etwas Öl in die heiße Pfanne geben und knusprig braten. Das gibt eine ganz neue Textur.

Nährwertinformationen & Gesundheitliche Vorteile

Dieser Salat ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend gesund. Hier ein grober Überblick pro Portion (ca. 200g):

  • Kalorien: ca. 180-220 kcal (je nach Ölmenge)
  • Kohlenhydrate: ca. 30g (hauptsächlich aus den Kartoffeln)
  • Fett: ca. 8g (aus dem Öl – überwiegend ungesättigte Fettsäuren)
  • Eiweiß: ca. 4g
  • Ballaststoffe: ca. 3g

Die gesundheitlichen Vorteile im Einzelnen:

  • Kartoffeln: Sie sind reich an Kalium, Vitamin C und B-Vitaminen. In der Schale stecken die meisten Nährstoffe, also lasst sie ruhig dran, wenn ihr die Kartoffeln nicht schält. Sie liefern langanhaltende Energie und halten den Blutzuckerspiegel stabil – besonders, wenn man sie abkühlen lässt, bildet sich resistente Stärke, die gut für die Darmflora ist.
  • Gurken: Sie bestehen zu über 95% aus Wasser und sind daher extrem kalorienarm. Sie liefern Vitamin K, Kalium und Antioxidantien. Die Schale enthält viele Ballaststoffe, also lasst sie am besten dran.
  • Radieschen: Sie sind wahre Vitaminbomben! Reich an Vitamin C, Folsäure und Kalium. Die scharfen Senföle, die für den typischen Geschmack verantwortlich sind, wirken antibakteriell und unterstützen die Verdauung. Sie sind auch gut für die Leber und regen den Stoffwechsel an.
  • Zwiebeln: Sie enthalten Quercetin, ein starkes Antioxidans, das entzündungshemmend wirkt und das Immunsystem stärkt. Sie sind auch gut für Herz und Kreislauf.

Für alle, die auf eine low-carb-Ernährung achten: Dieser Salat ist nicht low-carb, aber die Kohlenhydrate aus den Kartoffeln sind komplexe Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen. Er ist von Natur aus glutenfrei, laktosefrei und vegan (wenn man auf den optionalen Zucker oder Honig verzichtet). Allergene sind keine enthalten, außer ihr fügt Senf hinzu – Senf kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Salat auch mit mehligkochenden Kartoffeln machen?

Technisch ja, aber ich rate davon ab. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Kochen und werden im Salat zu einer matschigen Pampe. Wenn ihr keine festkochenden Kartoffeln habt, nehmt am besten vorwiegend festkochende – die sind ein guter Kompromiss. Aber für den besten Biss bleiben festkochende die erste Wahl.

Wie lange muss der Salat ziehen?

Mindestens 10-15 Minuten, damit die Kartoffeln die Brühe aufnehmen können. Aber am besten schmeckt er nach 1-2 Stunden im Kühlschrank oder sogar über Nacht. Dann sind die Aromen richtig schön durchgezogen. Wenn ihr ihn über Nacht stehen lasst, gebt vor dem Servieren noch einen Schuss Brühe oder Essig dazu, falls er zu trocken geworden ist.

Kann ich den Salat auch ohne Essig machen?

Ihr könnt den Essig durch Zitronensaft ersetzen, das gibt eine frischere, mildere Säure. Aber ganz ohne Säure wird der Salat fade und langweilig. Die Säure ist wichtig, um die Süße der Kartoffeln und die Herzhaftigkeit der Brühe auszugleichen. Probiert es mal mit Apfelessig – der ist besonders mild und fruchtig.

Warum wird mein Kartoffelsalat manchmal matschig?

Das liegt meistens an zu weich gekochten Kartoffeln oder daran, dass der Salat zu lange in der Brühe liegt. Schneidet die Kartoffeln erst kurz vor dem Servieren in Scheiben und gebt die Brühe erst dann dazu. Wenn ihr den Salat für den nächsten Tag vorbereitet, bewahrt die Kartoffeln und die Brühe getrennt auf und mischt sie erst kurz vor dem Essen.

Kann ich den Salat auch warm essen?

Ja, unbedingt! Lauwarmer Kartoffelsalat ist sogar besonders aromatisch. Serviert ihn einfach direkt nach der Zubereitung, dann sind die Kartoffeln noch warm und die Aromen sind am intensivsten. Das ist perfekt für ein schnelles Abendessen oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch.

Fazit

Dieser knackige bayerische Kartoffelsalat mit Gurke und Radieschen ist für mich der Inbegriff von Sommer auf dem Teller. Er ist leicht, erfrischend, voller Aromen und dabei so einfach zuzubereiten, dass man ihn an jedem heißen Tag machen kann. Die Kombination aus der herzhaften Brühe, der knackigen Gurke und der leicht scharfen Radieschen ist einfach unschlagbar. Ich liebe es, wie er die klassische bayerische Küche mit einem frischen, modernen Twist verbindet – und wie er jedes Mal aufs Neue begeistert, ob beim Grillen, beim Picknick oder einfach nur als schnelles Abendessen.

Probiert ihn unbedingt aus und macht ihn zu eurem eigenen! Ändert die Kräuter, probiert andere Gemüsesorten oder gebt eine Prise Chili dazu – das Schöne an diesem Rezept ist, dass es euch einlädt, zu experimentieren. Ich bin schon gespannt, wie er euch schmeckt! Schreibt mir doch einen Kommentar, wenn ihr ihn gemacht habt, und erzählt mir von euren eigenen Variationen. Teilt das Rezept auch gerne mit euren Freunden und eurer Familie – denn gutes Essen soll man teilen, oder?

Habt einen wundervollen Sommer und genießt jeden Bissen!

Pin This Recipe!

bayerischer kartoffelsalat mit gurke und radieschen recipe

Print

Knackigster Bayerischer Kartoffelsalat mit Gurke und Radieschen

Dieser knackige bayerische Kartoffelsalat mit Gurke und Radieschen ist der Inbegriff von Sommer auf dem Teller. Er ist leicht, erfrischend, voller Aromen und dabei so einfach zuzubereiten, dass man ihn an jedem heißen Tag machen kann.

  • Author: Maria
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 25 Minuten
  • Total Time: 40 Minuten
  • Yield: 4 Portionen 1x
  • Category: Beilage
  • Cuisine: Bayerisch

Ingredients

Scale
  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 große Salatgurke
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 große Zwiebel (rot oder gelb)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Weißweinessig
  • 4 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl
  • 1 TL Senf (mittelscharf)
  • Salz, Pfeffer, frischer Schnittlauch
  • Optional: 1 TL Zucker

Instructions

  1. Kartoffeln kochen (ca. 25 Minuten): Wascht die Kartoffeln gründlich und gebt sie mit der Schale in einen großen Topf mit kaltem Wasser. Das Wasser sollte die Kartoffeln gut bedecken. Fügt einen ordentlichen Schuss Salz hinzu – etwa einen Esslöffel pro Liter Wasser. Bringt das Wasser zum Kochen und lasst die Kartoffeln dann bei mittlerer Hitze etwa 20-25 Minuten köcheln, bis sie gar sind. Macht die Garprobe mit einem Messer: Es sollte leicht durch die Kartoffel gleiten, aber sie sollte noch nicht…
  2. Kartoffeln abkühlen und pellen (ca. 15 Minuten): Gießt die Kartoffeln ab und lasst sie kurz ausdampfen. Wenn sie noch heiß, aber nicht mehr glühend sind – etwa nach 5-10 Minuten – könnt ihr sie pellen. Ich mache das immer mit einem sauberen Küchentuch: Die Kartoffel in das Tuch wickeln und die Schale abreiben. Lasst die gepellten Kartoffeln dann auf einem Brett oder Teller etwas abkühlen. Sie sollten noch leicht warm sein, wenn ihr sie in die Brühe gebt.
  3. Gemüse vorbereiten (ca. 10 Minuten): Während die Kartoffeln abkühlen, schnappt ihr euch die Gurke und die Radieschen. Wascht alles gründlich. Die Gurke schäle ich meistens im Streifenmuster – das sieht hübsch aus und gibt noch Biss. Halbiert sie der Länge nach und schneidet sie in dünne Halbmonde. Die Radieschen putzt ihr und schneidet sie in hauchdünne Scheiben. Die Zwiebel schält ihr und würfelt sie sehr fein. Den Schnittlauch wascht ihr und schneidet ihn in kleine Röllchen.
  4. Die Vinaigrette zubereiten (ca. 5 Minuten): Erwärmt die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis sie heiß ist. Sie muss nicht kochen, aber richtig warm sollte sie sein. Gebt die heiße Brühe in eine Schüssel oder einen Messbecher und rührt den Weißweinessig, den Senf, eine Prise Salz, Pfeffer und den optionalen Zucker ein. Dann gebt ihr das Öl dazu und verrührt alles kräftig mit einem Schneebesen.
  5. Kartoffeln schneiden und marinieren (ca. 10 Minuten): Schneidet die noch lauwarmen Kartoffeln in etwa 1 cm dicke Scheiben. Nicht zu dünn, sonst zerfallen sie. Gebt die Kartoffelscheiben in eine große Schüssel und übergießt sie sofort mit der heißen Vinaigrette. Fügt die fein gewürfelte Zwiebel hinzu. Vermischt alles ganz vorsichtig mit einem Holzlöffel oder euren Händen. Lasst den Salat nun für mindestens 10 Minuten ziehen.
  6. Das knackige Gemüse untermischen (ca. 5 Minuten): Nach der Ziehzeit ist der Salat schon fast fertig. Jetzt kommen die frischen Stars dazu: Die Gurkenscheiben und die Radieschenscheiben. Mischt auch sie ganz vorsichtig unter. Würzt den Salat noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
  7. Abschmecken und servieren (ca. 5 Minuten): Probiert den Salat und schmeckt ihn bei Bedarf mit etwas mehr Essig, Senf oder Salz ab. Er sollte schön saftig sein, aber nicht in der Brühe schwimmen. Streut zum Schluss den frischen Schnittlauch großzügig darüber. Der Salat kann lauwarm oder kalt serviert werden.

Notes

Die Kartoffeln nicht zu weich kochen. Die Brühe muss heiß sein, damit die Kartoffeln das Aroma aufnehmen. Das Gemüse erst am Ende untermischen, damit es knackig bleibt. Den Salat mindestens 10 Minuten ziehen lassen, am besten 1-2 Stunden oder über Nacht. Die richtige Menge Brühe: Der Salat sollte saftig sein, aber nicht schwimmen.

Nutrition

  • Serving Size: ca. 200 g
  • Calories: 200
  • Sugar: 3
  • Sodium: 400
  • Fat: 8
  • Saturated Fat: 1
  • Carbohydrates: 30
  • Fiber: 3
  • Protein: 4

Keywords: Kartoffelsalat, bayerischer Kartoffelsalat, Gurke, Radieschen, Sommerrezept, Grillbeilage, vegetarisch, glutenfrei

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

Diese Rezepte könntest du auch lieben

Leave a Comment

Recipe rating